Alternative für Deutschland sorgt für Diskussionen bei allen Parteien

19. Mai 2013 - 08:35 - 7 Kommentare

Die Alternative für Deutschland hat mit ihrer Gründung und mit ihren Inhalten für Bewegung auf der politischen Bühne gesorgt. In fast allen Parteien wird heftig darüber diskutiert, wie man man mit der neu gegründeten Partei umgehen soll, denn auch wenn diese nur auf zwei bis drei Prozent bei den Bundestagswahlen kommen würde, kostet sie wertvolle Stimmen.

Als Anti-Euro-Partei hat sich die Alternative für Deutschland hierzulande einen Namen gemacht. Zunächst als Befürworter des Euro-Austritts hat man mittlerweile den Kurs ein wenig geändert, denn man hat Südeuropa als Problemzone ausgemacht. In einem Gespräch mit der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” spricht sich der AfD-Vorsitzende Bernd Lucke für einen Austritt der südeuropäischen Staaten wie Griechenland und Portugal aus, die einer eigenen abgewerteten Währung wieder wettbewerbsfähig werden könnten. “Niedrige Produktivität und hohe Löhne vertragen sich nicht. Die Löhne in Südeuropa sind um 30 bis 50 Prozent zu hoch. Eine Lohnsenkung in diesem Ausmaß ist nicht zumutbar. So bleibt nur eine Abwertung, und dafür braucht man eine eigene Währung.” so Lucke gegenüber der FAZ.

Alternative für Deutschland sorgt für Diskussionen bei allen Parteien

Solche Ansichten sorgen natürlich für Diskussionsstoff in Deutschland und zumindest in dieser Hinsicht ist die Gründung der Alternative für Deutschland ein Fortschritt in der Politik. Alle Parteien müssen sich plötzlich mit Themen auseinandersetzen, die man im Bundestagswahlkampf 2013 gerne umschifft hätte. Angesichts von zwei bis drei Prozent, die die AfD derzeit bei einer Wahl erreichen würde, kostet sie wertvolle Wählerstimmen. Dementsprechend schwer fällt den anderen Parteien der Umgang mit ihr und nur Warnungen können die Wähler nicht überzeugen. Doch statt entsprechende Konzepte vorzulegen, hadert man mit den Inhalten und muss zusehen, wie die Alternative für Deutschland an Popularität gewinnt. Der Weg bis zur Bundestagswahl im Herbst dürfte dementsprechend spannend werden.

Bild:Euro von Lore & Guille, CC BY – bearbeitet von borlife

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Kommentare zu Alternative für Deutschland sorgt für Diskussionen bei allen Parteien

Zu diesem Beitrag gibt es 7 Kommentare.

von Müller Jürgen am 19. Mai 2013 - 09:37 Uhr

Die Altparteien haben es versäumt auf die gewaltigen Risiken der Rettungspolitik hinzuweisen und den Menschen die ungeheuer aufgestaute Angst zu nehmen. Wir profitieren eben nicht nur vom Euro. Täglich werden unsere mühsam erarbeiteten Spareinlagen durch die Niedrigzinspolitik kleiner – so darf es nicht weitergehen und das scheint erst der Anfang zu sein. Nun ist eine neue hoffnungsvolle Partei entstanden ;die AfD. Es ist wirklich interessant das so viele überragende und namhafte Persönlichkeiten selbstlos zur Rettung Europas und Deutschlands angetreteten sind.

von Gert Dischler am 19. Mai 2013 - 09:44 Uhr

Die Alternative mit Bernd Lucke wird mit einem zweistelligem Ergebnis in den Bundestag einziehen.Da können die Medien gebetsmühlenartig behaupten, dass
die AfD nur 3% hat.Im Wahl-O-Meter wo in der Woche 200000 Tweets verarbeitet werden, steht die AfD bei 9% und es wird jede Woche mehr.

von Daniel am 19. Mai 2013 - 10:00 Uhr

Korrektur zu Ihrem Artikel:

die AfD hat keineswegs ihren Kurs ein wenig geändert und Südeuropa als Problemzone ausgemacht. Dies war von Anfang an klar! Und genauso war der Vorschlag von Anfang an, dass wir nicht sofort die DM einführen, sondern zunächst die Südstaaten ausscheiden sollen. Es wurde immer betont, dass die Lösung zunächst in kleineren, stabileren Währungsverbünden liegt. Die Wiedereinführeung der DM stünde als letzte Möglichkeit in einer solchen Entwicklung und es solle lediglich kein Tabu sein, auch darüber zu reden.
Insofern ist Ihre Behauptung, die AfD habe ihren Kurs geändert schlichtweg falsch!!

von Nils Rhode am 19. Mai 2013 - 18:16 Uhr

Wenn doch die AfD angeblich nur eine Ein(1)-Themenpartei ist,
und ihr Parteiprogramm angeblich nur aus drei (3) Seiten besteht,
ist es dann wirklich zuviel verlangt, dieses eine Thema auf diesen
drei Seiten mal kurz zu überfliegen, bevor man darüber einen
Artikel verfasst?

von eintracht am 20. Mai 2013 - 00:47 Uhr

Maastricht -Vertrag einhalten und keine Milliardenzahlungen mehr an EZB und sonstige Verschwender von Volksvermögen !!!

von Helmut Hedrich am 20. Mai 2013 - 12:12 Uhr

Die Meinungsforschungsinstitute versuchen natürlich die Zahlen für die AfD so gering wie möglich zu halten. Wie und warum so etwas von den angeblich seriösen Instituten gemacht wird, kann man in vielen Artikeln im Internet nachlesen. Das werden diese Firmen allerdings bis zur BTW nicht so weitermachen können, denn der Bekanntheitsgrad und die Zustimmung für die Alternative für Deutschland wächst in unglaublichen Tempo. Wir können diesbezüglich mit großen Optimismus in die Zukunft schauen! Endlich eine Alternative zu der unglaublich schlechten, bürgerfernen und arroganten Politik der etablierten Parteien!

von Karl Stass am 20. Mai 2013 - 16:39 Uhr

Es war höchste Zeit, dass es eine “Alternative für Deutschland” gibt, denn Demokratie braucht die Alternative.

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