Lady Gaga: Kunst für die Massen

21. Mai 2011 - 17:54 - keine Kommentare

Sie polarisiert, sie performt, sie ist berühmt – Lady Gaga (25) inszeniert sich perfekt. Doch was steckt hinter der Karriere der konkurrenzlosen Sängerin? Kritiker sind sie sich sicher, dass nicht alles gold ist, was glänzt. Während die einen sie unterschätzen, erwarten andere zu viel.

Wenig Musik, viel Persönlichkeit

Da demnächst ihr 2. Album „Born this way“ auf den Markt kommt, ist dies ein guter Anlass die Persönlichkeit dieser besonderen Künstlerin zu hinterfragen. Das zumindest lassen die Schlagzahlen der Medien aktuell vermuten. Als Stefani Joanne Angelina Germanotta stellt sie als Lady Gaga derzeit jeden in den Schatten – dabei ist es nicht ihre Musik, die im Fokus steht, nein, viel eher ihre Erscheinung wird thematisiert. Ausgefallene Outfits, schrille Farben, provokante Bühneninszenierungen passend zu ihren mittelmäßigen, aber denn leicht einzuprägenden Songs.

Lady Gaga ist kein menschliches Wesen

Selbst in kulturwissenschaftlichen Uni-Fächern ist sie international ein Beispiel par exellence für die postmoderne Kunstvariante. Eine Sängerin, die von sich selber sagt, dass sie nicht als menschliches Wesen wahrgenommen werden möchte, macht auf sich aufmerksam. Neben ihrem Engagement Minderheiten zu schützen und auf Defizite hinzuweisen, fordert sie, dass sich ihre Fans unmittelbar auf ihre Kunst konzentrieren. Ein Grund, weswegen sie beispielsweise nicht einmal Wasser bei Bühnenauftritten trinkt.

Intensionen und Vorbilder

Ihre Karriere hält sich konstant seit 3 Jahren, ihre Erfolge werden nicht weniger. Sie reflektiert, provoziert und erinnert an die frühen Jahre der mittlerweile solide gewordenen Madonna. Die Frage ist jedoch, ob wir einen solchen Star tatsächlich brauchen?

Ja, wir brauchen so etwas definitiv. Wir brauchen mehr denn je Künstler, die deutlich machen, dass es heutzutage nicht mehr nur um Mainstream-Anpassung geht. Statt sich an ihrer Musik zu orientieren, nutzen viele Jugendliche Lady Gaga um sich selber zu finden und von der Masse abzugrenzen. Das erfolgt nicht mit Musikgeschmack, sondern vor allem mit Persönlichkeit und Mode. Lady Gagas ursprüngliche Intension scheint offenbar erfolgreich umgesetzt.

 
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