Der große SAT.1 IQ-Test 2013: Gewinner Christine Theiss und Bodybuilder

18. Mai 2013 - 09:31 - 5 Kommentare

“Der große SAT.1 IQ-Test 2013” sollte eigentlich am Freitagabend zu ein Erfolg werden, aber ein Tonausfall sorgte beim Sender und bei den Zuschauern für Frust. Überraschenderweise gewannen die Bodybuilder bei den Studiogruppen, die Männer das Duell gegen die Frauen und bei den Prominenten konnte Dr. Christine Theiss brillieren.

Am Freitagabend hatte Sat.1 zum großen IQ-Test geladen. Eine interessante Idee, zumal die Zuschauer sich online anmelden und während der Sendung mitmachen konnten. Allerdings war die Live-Show von kleineren Pannen geprägt, weil zwischendurch der Ton ausfiel und man die Sendung etwas zeitversetzt ausstrahlen musste. Dies sorgte natürlich vor den Bildschirmen für zahlreichen Frust.

Bodybuilder sind die “Schlauesten” im Studio

Auch im Studio konnten unterschiedliche Berufsgruppen am IQ-Test teilnehmen und dabei gab es überraschende Ergebnisse. Auf dem letzten Rang landeten die Models mit einem IQ von 104. Ihnen folgten auf Rang 4 nur die “ITler” mit 106. Rang 3 ging an die Bauern, bevor sich die Ärzte und Abiturienten mit einem IQ von 112 den zweiten Platz teilten. Gewinner im Studio waren die Bodybuilder mit einem IQ von 113.

Das Ranking der Bundesländer war relativ ausgeglichen, zumal sich alle zwischen 105 und 103 durchschnittlich bewegten. Das Duell Mann gegen Frau entschieden sich die Männer mit 104 zu 103 für sich.

Der große SAT.1 IQ-Test 2013: Gewinner Christine Theiss

Bei den Prominenten konnte wenig überraschend Dr. Christine Theiss das Rennen für sich entscheiden. Mit einem IQ von 115 ließ sie so manchen Konkurrenten hinter sich. Insbesondere Hella von Sinnen von mit einem IQ von 93 muss weiter an sich arbeiten.

Bild:Sonya Kraus von Gemane, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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Kommentare zu Der große SAT.1 IQ-Test 2013: Gewinner Christine Theiss und Bodybuilder

Zu diesem Beitrag gibt es 5 Kommentare.

von Awesome Chris am 18. Mai 2013 - 16:54 Uhr

Dieser Test war einer der schlechtesten IQ Tests, den ich je gesehen habe. Ich saß selber gestern im Publikum. Es fing schon damit an, dass der Preis für den besten Studiokandidat eine Reise nach Lappland war (wer will schon nach Lappland). Dies nahm ich zum Anlass, absichtlich in meiner Paradedisziplin ( Mathematik ), welche erschreckend banale Aufgaben hatte, so dass die meisten keine Probleme hatten (sehr ungewöhnlich und unterstreicht, dass Frau Dr. J. in dieser Disziplin wohl selber nicht die hellste Birne im Saal war), falsch zu antworten.
Insgesamt kam ich – mit dieser Herangehensweise – auf einen IQ-Wert von 122 Punkten (42 von 50 Antworten korrekt), der von meinen üblichen Werten (jenseits der 140er Marke) abwich. Die Skalierung und das Argument “ab 130 Punkten wird nicht mehr differenziert” ist überhaupt nicht in sich konsistent.
Von meinen 3 (echten) ‘falschen’ Antworten waren 2 aus dem Bereich der ‘Logik’, was ich schon nahezu lächerlich finde mit einem Mathematik Uni-Abschluss in der Tasche!
So gab es eine Aufgabe, in der auf 4 Bildern jeweils zwei Pfeile abgebildet waren. Man sollte nun angeben, welches der Bilder nicht zu den anderen dreien passt. Hierfür hatten man 10 (20?) Sekunden lang Zeit.
Es sprang einem – nahezu offensichtlich – ins Auge, das auf 3/4 Bildern der größere der beiden Pfeile oberhalb des kleineren lag, nur auf einem nicht. Entsprechend fiel meine Antwort so aus.
‘Richtig’ war allerdings das Bild, auf dem die Pfeilspitzen auf derselben Höhe waren, während es auf den anderen Bildern nicht so war.
Unstrittig ist hier, dass die Antwort NICHT eindeutig war. Ein fataler Fehler von Frau Dr. J. welche auch nicht besonders gut erklären konnte, warum die andere (meinige) Antwort NICHT korrekt ist.

Mein ‘zweiter Fehler’ in dem Bereich war bei jener Aufgabe, wo es 4 Bilder mit blauen Farbklecksen gab. Um jeden Farbklecks waren 2 kleine, sowie einer auf dem blauen direkt drauf.
Auf 3/4 Bildern war der kleine Klecks auf dem blauen schwarz, bei einem weiss, so dass ich mich hierfür entschied als dasjenige Bild, welches nicht in die Reihe passt.
‘Korrekt’ war allerdings NUR das Bild, das zwei unterschiedliche kleine Kleckse um den blauen herum hatte, während auf den anderen 3 Bildern diese Kleckse identisch waren.
Auch hier kann man nur konstatieren: es gab KEINE EINDEUTIG richtige Antwortmöglichkeit.
Die Beispiele bei den Analogien waren auch mitunter sehr komisch gewählt und nicht hundertprozentig eindeutig. Einen Film wie Madagaskar 2 als repräsentative Analyse des Kurzzeitgedächtnis zu nehmen, ist nahezu lächerlich. Entsprechend einfach waren aber dafür die Fragen hierzu.
Das Spiel für das “räumliche Vorstellungsvermögen” mit der Taxifahrt war an sich okay, allerdings ging es hier eher um eine schnelle Auffassungsgabe, als ein gutes Vorstellungsvermögen. War man einmal ‘raus’, hatte man keine Chance richtig zu liegen, ohne dabei zu raten.

Fazit: Eigentor und eine Blamage für Frau Dr. J.

von Anke Jenni am 18. Mai 2013 - 20:51 Uhr

Mit Awesome Chris voll einig! Frau Dr. J. nicht kompetent.

Der Test war vom Inhalt und vom Ablauf her ungenügend.

Trotzdem mit 72 und weiblich, noch 112 Punkte erreicht; ich war mal besser !

von habitha am 18. Mai 2013 - 21:59 Uhr

Kann den beiden anderen nur zustimmen, der Test war lächerlich. 112 Punkte ist nicht so übel, möchte man meinen. Ich weiß aber, dass ich einige Fragen mit etwas mehr Zeit auch richtig beantwortet hätte. Bei anderen Fragen wiederum hätten mir auch 5 Sekunden gereicht.
Mein Spezialbereich ist nicht Mathematik, sondern bei den Sprachen und bei Sprache gab es auch eine Frage, die nicht eindeutig zu beantworten war.
Freude verhält sich zu Glück wie Wohlstand zu Reichtum??? Vielleicht sollte man der Frau Dr. J. mal den Unterschied zwischen Glück und Freude erklären (oder ihr erklären, dass man als Expertin schon wteas Ahnung haben sollte). Glück ist nämlich nicht einfach eine Steigerung von Freude, sondern hat auch eine weitere Bedeutung (Glück haben.
Die Eingangsfragen zu Madagascar 2 waren aber am lächerlichsten. Wer den Film gesehen hatte, war nämlich klar im Vorteil. Ich hätte die meisten Fragen zum Film auch ohne die Ausschnitte beantworten können, einfach weil ich den Film kannte.
Fazit: für den test und Frau Dr. J vergebe ich ein Ungenügend! Setzen, Sechs!

von Luftwolf am 19. Mai 2013 - 03:48 Uhr

Muss mich diesen Kommentaren anschließen. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, sie im TV verfolgen zu dürfen.

Zum einen war die Show eine mehr als dürftige Kopie derer von RTL2 und Konsorten.
– Die meisten Online-Mitspieler hatten Serverprobleme, wenn sie denn überhaupt mitspielen konnten.
– Vollständiger Tonausfall für eine Weile. Nach einem Testbild wurde die LIVE-Show einfach um einige Minuten zurückgespult. Allerdings stand das „Live“ noch eine ganze Weile in der Ecke…
– Nach dem Tonausfall verlief die Tonspur zunehmend asynchron. Was bei einer echten Live-Show eigentlich unmöglich wäre. So begab es sich, dass die Fragen teilweise bis zu 15 Sekunden früher zu hören, als zu sehen waren.
– Sinnbefreite Lückenfüller wurden von einer stimmlich unangenehmen Moderatorin (OK, das ist vermutlich Geschmacksache) in Form möchtegern-repräsentativer IQ-Tests an verschiedenen Orten zu Berufsgruppen durchgeführt.
– Erklärungen, warum gewisse Antworten die einzig Richtigen gewesen sein mussten, endeten mehr in einer Stotterei als Aha-Effekten beim Zuschauer / Teilnehmer.
– Sprachbarriere bei einem der prominenten Gäste unzureichend überbrückt.
Ich konnte den Unmut von Frau Nilsen diesbezüglich absolut nachvollziehen. Genauso den von Frau v. Sinnen.

Die Tests selbst reihten sich in die Qualitätsstufe der Show nahtlos ein.
– Werbung für eine Fernsehsendung des eigenen Senders als Basis zu Fragestellungen?
– „Kreative“ Fragen anstelle bewährter / anerkannter Tests? So musste man sich für den Langzeitgedächtnistest z.B. die Kleiderfarben der Moderatorin oder einige Details zum einzigen Showauftritt der Sendung merken. Was genau von Bedeutung war, stellte sich aber erst zu den Fragen heraus.
– Interpretierbare Lösungen mit miserablen Erklärungen (s.o.)

Ich war letzten Abend nicht unbedingt in Bestform, aber 20 – 30 IQ-Punkte unter bisherigen Tests (darunter auch ein Offizieller) zu liegen, das erscheint mir doch ein eher fragwürdiges Ergebnis zu sein.
Und ohne den Landwirten zu nahe treten zu wollen: aber wer hätte gedacht, dass sie sogar die IT’ler hinter sich lassen würden?

Nun gut, die Einschaltquoten werden vermutlich ohnehin dafür sorgen, dass wir diese Show nicht wieder zu sehen bekommen werden.

von Awesome Chris am 19. Mai 2013 - 14:23 Uhr

Schöne Zusammenfassung Luftwolf.

Im übrigen waren die ersten zwei Stunden nicht live, der Test wurde aufgezeichnet..die Redaktion braucht ja schließlich auch Zeit, um die Ergebnisse der Studioteilnehmer zu bewerten. Erst ab der ‘Auflösung’ war es live.

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