Oskar Lafontaine: Forderung nach nationalen Währungen wie die Alternative für Deutschland

5. Mai 2013 - 08:16 - 3 Kommentare

Oskar Lafontaine hat sich auf seiner Homepage für die Wiedereinführung von nationalen Währungen nach dem Vorbild des Europäischen Währungssystems ausgesprochen. Damit teilt der Parteichef der Linken zumindest auf den ersten Blick die Auffassung der Alternative für Deutschland, die ebenfalls einen Ausstieg aus dem Euro befürwortet. Allerdings gibt es Unterschiede im Detail.

Der Euro könnte entgegen der Annahmen der großen Parteien CDU, CSU, FDP und SPD im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2013 doch noch zu einem zentralen Thema werden. Hatten die Regierung und auch die größten Teil der Opposition bislang einen Bestand des Euro befürwortet, gewinnen Parteien wie die Alternative für Deutschland mit einer Forderung nach nationalen Währungen immer mehr an Zuspruch. Die derzeit laut “ARD Deutschlandtrend” bei rund drei Prozent geführte AfD wird dadurch immer populärer und erhält jetzt zumindest in manchen Teil Zustimmung von den Linken.

Oskar Lafontaine: Forderung nach nationalen Währungen

In diesem Zusammenhang hat sich Oskar Lafontaine auf seiner Homepage für die Wiedereinführung von nationalen Währungen nach dem Vorbild des Europäischen Währungssystems ausgesprochen. Dieses existierte zwischen 1979 und 1998 und hatte mit dem ECU eine gemeinsame Größe, an deren Wert entsprechende Auf- und Abwertungen vorgenommen werden könnte. Hintergrund ist die verfehlte Lohnpolitik in der EU. “Wenn reale Auf- und Abwertungen auf diesem Wege nicht möglich sind, , dann muss man die einheitliche Währung aufgeben und zu einem System zurückkehren, das, wie beim Vorläufer der Währungsunion, dem Europäischen Währungssystem, Auf- und Abwertungen erlaubt.” heißt es weiter auf der Website des einstigen Finanzministers.

Dennoch sieht man deutliche Unterschiede in den Forderungen der Alternative für Deutschland und der Linken. Hatte sich AfD-Chef Lucke noch für das Lohndumping ausgesprochen, ist dieses für Lafontaine die Wurzel allen Übels. Fakt ist jedoch, dass der Euro immer mehr zu einem wichtigen Thema hierzulande wird. Sollten noch mehr Länder Hilfe der EU beanspruchen, könnte der Ausstieg aus dem Euro an Bedeutung gewinnen.

Bild:Oskar Lafontaine von dielinkebw, CC BY – bearbeitet von borlife.

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Kommentare zu Oskar Lafontaine: Forderung nach nationalen Währungen wie die Alternative für Deutschland

Zu diesem Beitrag gibt es 3 Kommentare.

von Dahm, Wolfgang am 5. Mai 2013 - 12:42 Uhr

Oskar L. ist zwar nicht mein Mann, aber wo er recht hat hat er recht. Der Euro ist doch eigentlich tot. Er wird nur künstlich am Leben gehalten. Man muss die Mechanismen beenden. Jedes Land ist für sich selbst verantwortlich!

von Eckehart Riese am 6. Mai 2013 - 00:15 Uhr

Er hat Recht, der Euro ist untragbar, er muss weg!

von Eckehart Riese am 6. Mai 2013 - 00:16 Uhr

Der Euro muss weg

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