Bruno, der Bär ohne Pass – Dokumentation in der ARD

29. April 2013 - 18:45 - 1 Kommentar

Mit seiner neuen Dokumentation „Bruno, der Bär ohne Pass“ will Schauspieler Hannes Jaenicke in der ARD-Reihe „Erlebnis Erde“ den Weg des sogenannten „Problembären“ aus dem Jahr 2006 nachzeichnen und das gespannte Verhältnis des Menschen zur Wildnis erörtern.

In der „Erlebnis Erde“ Reihe wird am kommenden Montag „Bruno, der Bär ohne Pass“ seinen Auftritt haben: Schauspieler Hannes Jaenicke, der sich für den Schutz von Umwelt und Tieren einsetzt, hat eine Dokumentation über jenen Braunbären geschaffen, der vor einiger Zeit die Medien bestimmte – und eine Diskussion um den gesellschaftlichen Umgang mit dem Bild des als Teddy verniedlichten, in freier Wildbahn als Bestie angesehenen Tieres auslöste. Er stellt die Frage, wie der moderne Mensch die Wildnis wahrnimmt, welchen Platz er ihr einräumt und welchen er selbst darin einnimmt.

Bruno, der Bär ohne Pass: Dokumentation von Hannes Jaenicke

Im neunzehnten Jahrhundert wurde der Braunbär in Deutschland ausgerottet: Als wildes und gefährliches Tier wurde er erbarmungslos von Jägern geschossen, bis er aus den Wäldern vollends verschwand. Im Jahr 2006 jedoch gelangte ein Exemplar, „Bruno“ getauft, von Italien auf deutsches Gebiet und sorgte für Gesprächsstoff, aber auch für Ärger. Denn der Bär riss domestizierte Tiere, plünderte Bienenstöcke und wurde bald wieder als Gefahr auch für Menschen angesehen – er wurde zum „Problembär“, auf den Jäger erneut mit ihren Flinten losgingen und ihn schließlich erlegten.

Hannes Jaenicke, der seit seinem fünfzehnten Lebensjahr sich für Greenpeace engagiert, hat bereits mehrere Dokumentationen über vom Aussterben bedrohte Tiere gedreht, ging dem illegalen Handel mit Hai-Flossen auf die Spur und setzt sich mit Lösungsmöglichkeiten auseinander. Auch „Bruno, der Bär ohne Pass“ wird somit zum „Umwelt-Krimi“, wenn der Schauspieler sich auf die Suche nach der Herkunft des Braunbären und dessen Familie begibt. Sein Weg führt ihn dabei bis nach Slowenien, wo er feststellt, dass der „Problembär“ menschengemacht war.

Erlebnis Erde in der ARD: Das Verhältnis von Mensch und Wildnis

Brunos Mutter wurde von einem Hotelier „angefüttert“ – mit Nahrung angelockt, damit Touristen Fotos schießen konnten und sein Geschäft boomte. Der Braunbär selbst hat also den Einfluss des Menschen auf die Wildnis schon früh gelernt, sein Weg über die Alpen war auch Ausdruck des Konflikts zwischen diesen beiden Aspekten. Hannes Jaenicke setzt sich dafür ein, die Natur zu verstehen und durch das richtige „Management“ Fehler zu vermeiden.

Seine spannende Dokumentation „Bruno, der Bär ohne Pass“ wird am 29. April 2013 um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen sein.

Bild: Bruno, der Bär von deischi, CC BY – bearbeitet von borlife.

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Kommentare zu Bruno, der Bär ohne Pass – Dokumentation in der ARD

Zu diesem Beitrag gibt es 1 Kommentar.

von Herbert Ostwald am 1. Mai 2013 - 18:28 Uhr

Hallo,
herzlichen Dank für den Hinweis auf die Sendung. Eine kleine Richtigstellung: Der Film ist nicht von Hannes Jaenicke, sondern von mir, Autor/Regisseur Herbert Ostwald. Hannes Jaenicke ist Moderator.
Beste Grüße
H.Ostwald

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