Griechenland: Entlassungen von Staatsdienern beschlossen

29. April 2013 - 08:26 - keine Kommentare

Erstmals seit mehreren Jahrzehnten hat Griechenland Entlassungen von Staatsdienern auf den Weg gebracht. Bis zum Ende des Jahres 2014 sollen insgesamt 15.000 Beamte und Staatsbedienstete entlassen werden, um erhebliche Kosten zu sparen. Hintergrund ist die nächste Zahlungsrate aus dem EU-Hilfsfond in Höhe von 8,8 Milliarden Euro.

Dank Zypern ist Griechenland in den vergangenen Wochen und Monaten etwas in den Hintergrund getreten. Die Regierung in Athen hatte bereits zahlreiche Reformen auf den Weg gebracht, die mit Wohlwollen aus Brüssel bedacht wurden. Mittlerweile steht aber die Zahlung einer weiteren Rate aus dem Hilfsfond der EU in Höhe von 8,8 Milliarden Euro an, deren Grundlage weitere Beschlüsse sind. Doch diese werden besonders schmerzhaft für einen Staat, dessen Beamte und Bedienstete sich über mehrere Jahrzehnte im sicheren Dienst wähnten.

Griechenland: Entlassungen von Staatsdienern beschlossen

Das Parlament in Athen hat nun die Entlassung von 15.000 Staatsbediensteten bis zum Ende des Jahres 2014 beschlossen, um erheblich Kosteneinsparungen in diesem Sektor zu realisieren. Desweiteren wurde eine Grundbesitzsteuer auf den Weg gebracht, die ebenfalls Teil der Reformen ist. Am Abend stimmten 168 Abgeordnete für das angestrebte Sparpaket, das die Zahlung der 8,8 Milliarden Euro auf dem Hilfsfond der EU sichern soll.

Natürlich wurde die Sitzung des Parlaments in Athen wieder von Demonstrationen begleitet. Entgegen erster Annahmen lag die Zahl der Protestierenden bei lediglich 3.000. Protest kommt auch aus der Oppsoition, insbesondere aus dem Lager des Bündnis der radikalen Linken, die hier eine “Troika-Memorandum-Diktatur” sieht.

Bild:Griechenland von dorena-wm, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
VN:F [1.9.18_1163]
0.0 / 5.0 - 0 Bewertungen
 
 

Hinterlasse eine Meinung zu: Griechenland: Entlassungen von Staatsdienern beschlossen

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!