Starbucks: Gewinnsteigerung in den USA und Asien, Rückgang in Europa

27. April 2013 - 07:36 - keine Kommentare

Das weltgrößte Kaffeehaus Starbucks konnte im vergangenen Quartal seinen Gewinn um 26 Prozent steigern, während der Umsatz um 11 Prozent anstieg. Besonders in den USA und Asien boomt der Verkauf von Kaffee, Tee und Saft – Europa hingegen bleibt schwierig.

Mit fast 18.900 weltweiten Filialen hat Starbucks jeden anderen Coffee-Shop überrundet: 390 Millionen US-Dollar reiner Gewinn bei einem Umsatz von 3,6 Milliarden Dollar zeigen, dass die Strategie, mit der Kombination aus Kaffeekreationen, Kuchen, Bagels, Säften und seit neuestem einer eigenen Teekette, Teavana, gemütliche Treffpunkte zu schaffen, für das Unternehmen aus Seattle aufgeht. Auch auf den Grande Latte to go wollen die Kunden vor allem am Heimatstandort der USA und auch in den neuen Geschäftsfeldern in Asien nicht verzichten. Der europäische Markt bleibe allerdings „ein herausfordernder Ort“, wie das „Handelsblatt“ den Finanzvorstand von Starbucks, Troy Alstead, zitiert.

Starbucks kann sich im Asien-Pazifik-Raum behaupten, Gewinne steigern

Vielleicht liegt es an der eigenständigen Kaffee-Tradition der europäischen Staaten, wie Frankreich, Italien und Finnland, wo die meiste Menge Kaffee verbraucht wird, doch Starbucks kann nach wie vor nur sehr schwer in Europa Fuß fassen: 30 Filialen wurden im letzten Jahr geschlossen, der Umsatz ging um 2 Prozent zurück. Derzeit gibt es rund 1.900 Kaffee-Geschäfte in den europäischen Ländern, Großbritannien ist dabei der größte Abnehmer.

Dem gegenüber stehen allerdings der Pazifik-Raum, in dem ein achtprozentiges Wachstum beobachtet werden konnte, und die 590 Filial-Eröffnungen im vergangenen Quartal, von denen 337 zu Teavana gehören. Howard Schultz, der seit 2007 nach längerer Abwesenheit erneut Unternehmenschef wurde, ließ verlauten, Starbucks habe „noch nie besser“ dagestanden – die Aktie fiel allerdings nachbörslich um drei Punkte, da sich die Anleger enttäuscht zeigten: Analysten hatten den Gewinn gut eingeschätzt, der Umsatz hätte für die Aktionäre aber etwas höher liegen können.

Kaffeeshops kommen in Europa schlechter an

Drei Viertel des gesamten Geschäfts von Starbucks wird in den USA erwirtschaftet: Allein Filialen, die dort seit mehr als einem Jahr bestehen, konnten eine Umsatzsteigerung von 7 Prozent verbuchen. Neben dem Hauptgeschäft, zu dem sich nun auch Teavana gesellt hat, vertreibt das Unternehmen aus Seattle auch Säfte der Firma Evolution, Backwaren von La Boulange und in Zusammenarbeit mit der Bergisch-Gladbacher Firma Krüger Kaffeepads der Marke Verismo.

Bild: Starbucks von shinji_w, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
Tags: , ,
VN:F [1.9.18_1163]
0.0 / 5.0 - 0 Bewertungen
 
 

Hinterlasse eine Meinung zu: Starbucks: Gewinnsteigerung in den USA und Asien, Rückgang in Europa

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!