Uruk – 5.000 Jahre Megacity Ausstellung im Pergamonmuseum Berlin

25. April 2013 - 07:17 - keine Kommentare

Die Sonderausstellung „Uruk – 5.000 Jahre Megacity“ wird im Pergamonmuseum erstmals ein umfassendes Bild der antiken Metropole im heutigen Irak bieten: In dieser ersten Großstadt der Menschheitsgeschichte wurde die Schrift erfunden und hier bildete sich auch die erste moderne Gesellschaft heraus.

Vor 100 Jahren, im Winter 1912/13, begannen die Ausgrabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft im südlichen Irak, dort, wo sich heute Warka befindet. Was die Archäologen dort vorfanden, hat die Geschichte der Menschheit neu geschrieben: Uruk, eine der ersten bedeutenden Städte des Altertums und Fundort der ersten Schriftzeichen. Zum Jubiläum der Expedition wird die Ausstellung „Uruk – 5.000 Jahre Megacity“ nun im Pergamonmuseum und in Zusammenarbeit mit dem Vorderasiatischen Museum, der Uruk-Warka-Sammlung des Deutschen Archäologischen Instituts, betreut von der Universität Heidelberg, dem British Museum in London und dem Louvre in Paris einige der faszinierendsten Exponate aus der Frühzeit menschlichen Stadtlebens zum ersten Mal in umfassendem Rahmen zeigen.

Uruk: Sonderausstellung im Pergamonmuseum

Aus dem Zusammenschluss mehrerer kleinerer Siedlung entstand in Uruk zum ersten Mal in der Geschichte eine Großstadt: Hier wurde das Fundament für eine moderne Gesellschaft gelegt. Schon um das Jahr 3500 vor Christus war Uruk eine Metropole in Vorderasien, deren Bedeutung in politischer, kultureller, wirtschaftlicher, religiöser und sozialer Hinsicht legendär war: Schon in der ältesten Schrift der Menschheit, dem Gilgamesch-Epos, wird die Größe des Königs und seiner Stadt geschildert.

Die archäologischen Funde zeichnen ein atemberaubendes Bild, in dem architektonische Errungenschaften und künstlerische Darstellungen die hochentwickelte sumerische Kultur beschreiben. In der Ausstellung im Berliner Pergamonmuseum auf der Museumsinsel, in dem sich auch der Pergamonaltar, das Ischtar-Tor und die Prozessionsstraße aus dem alten Babylon befinden, werden die Zeitzeugnisse durch digitale Rekonstruktionen der Stadtanlage ergänzt,

Archäologische Funde auf der Museumsinsel in Berlin

Die Ausstellung „Uruk – 5.000 Jahre Megacity“ wird im Pergamonmuseum vom 25. April bis zum 08. September 2013 zu sehen sein. Eine Eintrittskarte für 14 Euro (7 Euro ermäßigt) lässt sowohl die Sonderausstellung auf der Museumsinsel als auch die regulären Exponate erleben. Das Musuem hat von Freitag bis Mittwoch jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Donnerstag gilt die veränderte Öffnungszeit von 10 bis 20 Uhr. Jeden Sonntag wird eine einstündige, öffentliche Führung um 16 Uhr beginnen, an jedem zweiten Donnerstag gibt es eine zusätzliche um 17 Uhr – alle 14 Tage, beginnend mit dem 02.05.2013 wird eine Expertenführung um 17.30 Uhr angeboten.

Bild:Pergamonmuseum Berlin von qyphon, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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