Warnstreik: 3.000 Post-Mitarbeiter legen Arbeit nieder

17. April 2013 - 14:00 - keine Kommentare

Die Gewerkschaft Ver.di hat die Mitarbeiter der Post zu Warnstreiks aufgerufen: Für 132.000 Beschäftigte sollen sechs Prozent mehr Vergütung erstritten werden, mindestens 140 Euro monatlich, 65 Euro für Auszubildende. In einigen Regionen wird dadurch mit einer Beeinträchtigung der Post-Auslieferungen gerechnet.

In den anhaltenden Tarifverhandlungen zwischen der Dienstleister-Gewerkschaft Ver.di und der Deutschen Post hat die Arbeitnehmervertretung Warnstreiks angekündigt: Ab Mittwoch sollen einige Arbeitsbereiche, darunter auch die Briefzustellung, der Paket-Lieferdienst von DHL und die Post-Verteilzentren, dem Arbeitskampf beitreten, wodurch es auch für Postkunden zu Ausfällen und Verzögerungen kommen kann. Hintergrund für den Streik sind die bislang nicht erfolgreichen Einigungsgespräche zu den Tarifen der Post-Mitarbeiter.

Ver.di: Gewerkschaft führt Warnstreik bei der Post an

Ver.di fordert eine Anhebung der Löhne und Gehälter für die 132.000 Post-Beschäftigten um sechs Prozent: Dies soll einen Mindestbetrag von 140 Euro pro Monat bedeuten, bei den Auszubildenden würde sich dies auf 65 Euro im Monat belaufen. Die Tarifverhandlungen sollen eine Festlegung auf 12 Monate beinhalten, bislang seien jedoch nur „unverbindliche Sondierungen“ in der zweiten Verhandlungsrunde zustande gekommen, sagte die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft, Andrea Kocsis, ein Angebot von Seiten des Unternehmens stünde weiterhin aus.

Am 25. April 2013 sollen die Gespräche wieder aufgenommen und zu einem Abschluss gebracht werden, der gemäß der Post „vernünftig und tragfähig“ sein soll, wie die ARD „Tagesschau“ berichtet. Die Beeinträchtigungen für Kunden sollen gering gehalten werden, ließ das Unternehmen versichern. Eine Million Briefe und Pakete sollen nach Ver.di Schätzungen nicht zugestellt werden, während die Post selbst von deutlich geringeren Ausfällen ausgeht.

Post-Streik: Eine Million Briefe werden nicht zugestellt

Doch allein in Nordrhein-Westfalen beteiligen sich 600 Briefträger am Warnstreik, 500 weitere werden in Berlin und Baden-Württemberg ihren Dienst nicht antreten, in Hessen sind es 300 Mitarbeiter. Im gesamten Bundesgebiet sollen am Mittwoch etwa 3.000 Mitarbeiter in den Filialen, im Außendienst und den Packstationen ihre Arbeit niederlegen, wurde durch die Gewerkschaft angekündigt. Die Warnstreiks sollen auch in den kommenden Tagen weiterlaufen, um bei den Forderungen zur dritten Verhandlungsrunde am 25.04. den nötigen Nachdruck zu erreichen.

Bild:Deutsche Post von quinet, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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