Investment Studie: Staatskonzerne aus China legen in Europa an

16. April 2013 - 14:56 - keine Kommentare

A Capital aus Hongkong hat eine Studie durchgeführt, in der die Investment-Beteiligung chinesischer Staatsfirmen untersucht wird. Angaben von „Spiegel Online“ zufolge sollen sie vor allem auf dem europäischen Markt um ein Fünftel zugenommen haben und jene in anderen Territorien übersteigen.

Der auro-asiatische Private-Equity-Fonds „A Capital“ mit Sitz in Hongkong hat ermittelt, dass im Jahr 2012 von Staatskonzernen aus China 12,6 Milliarden US-Dollar in Beteiligungen an Firmen aus Europa investiert wurden. Dies ginge aus einer bislang noch unveröffentlichten Studie hervor, die bereits jetzt schon „Spiegel Online“ vorliegen würde. Vor allem Industriebetriebe und Dienstleistungen seien präferierte Betätigungsfelder für die chinesischen Anleger: Sie würden 86 Prozent der Gesamtinvestitionen ausmachen, wie das Internet-Portal des Magazins mitteilt.

Chinesische Staatskonzerne investieren verstärkt in Europa

Qualitätsmarken und Technologie würden bei den Investments die Schwerpunkte setzen, heißt es in dem Medienbericht. André Loesekrug-Pietri von „A Capital“ wird mit der Aussage zitiert, Unternehmen aus Europa würden „die Weltspitze“ bei Maschinen- und Autobau, im Umwelt- und Gesundheitssektor stellen, weswegen die Staatskonzerne aus China hier besonderes Interesse zeigen. Zudem sei die Eurokrise und die damit verbundene wirtschaftliche Schwäche eine gute „Einstiegsgelegenheit“.

Die Investitionen aus China auf dem europäischen Markt würden dabei mehr betragen als jene, die in Asien und Amerika getätigt werden. Dies läge auch daran, dass in Europa weniger Resentiments gegenüber chinesischen Anlegern bestünden: In den USA wurde etwa die Übernahme von „Hawker Beechcraft“, einem Flugzeugbau-Unternehmen, durch einen Regierungsausschauss verhindert – als Grund wurde die „nationale Sicherheit“ angegeben – und in Kanada konnte der Konzern Cnooc aus China das Ölunternehmen Nexen zwar übernehmen, doch die dortige Regierung hat solche Transaktionen als Ausnahmen deklariert.

Europäischer Markt: Ideal für chinesische Anleger

Der chinesische Staatsfonds „CIC“ hält derweil zehn Prozent am Flughafen London-Heathrow und an Eutelsat aus Frankreich sieben Prozent. In Portugal hat sich „China Three Gorges“, ein Stromunternehmen, 21 Prozent von „Energias de Portugal“ gekauft, während der Studien-Herausgeber „A Capital“, an dem auch „CIC“ beteiligt ist, Anteile an der „Club Méditarinée“ Kette und an „Bang & Olufsen“ hält. André Loesekrug-Pietri sieht für die kommenden Entwicklungen noch weitere Möglichkeiten auf dem europäischen Markt, wie er gegenüber dem Online-Magazin betont.

Bild:China Wirtschaft von jurvetson, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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