DEL Playoffs 2013: Kölner Haie – Eisbären Berlin im ersten Finalspiel

14. April 2013 - 11:18 - keine Kommentare

Die DEL-Playoffs 2013 neigen sich ihrem Ende entgegen. In maximal fünf Finalspielen wird ab heute der neue deutsche Meister gesucht. Dabei empfangen die Kölner Haie in der Auftaktpartie den amtierenden Titelträger, die Eisbären Berlin.

Souverän setzten sich die beiden Finalisten in ihren jeweiligen Vorschlussrunden durch. Die Kölner Haie gewannen die Halbfinalserie gegen die Grizzly Adams Wolfsburg mit 3:0. Die Eisbären Berlin besaßen gegen die Krefeld Pinguine ebenfalls wenig Mühe. Der amtierende deutsche Meister entschied die Serie ebenfalls souverän mit 3:0 für sich und holte dabei sogar zwei Auswärtssiege. Sollte den Berlinern das gleiche Kunststück auch in der Finalserie gelingen, könnten die Hauptstädter bereits ihren siebten Titel innerhalb von neun Jahren erringen. Doch die Kölner Haie spielten bisher eine konstant starke Saison und beendeten die Vorrunde nur hinter den Adler Mannheim, die jedoch bereits im Viertelfinale am Außenseiter aus Wolfsburg scheiterten. Nun kann die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp ihre Saison mit dem ersten Meistertitel seit elf Jahren krönen.

Wachablösung im deutschen Eishockey?

Die Kölner Haie feierten im Jahr 2002 den letzten Titel. Von der damaligen Meistermannschaft ist lediglich Urgestein Mirko Lüdemann im heutigen Team noch aktiv. Besonders aufgrund dieser langen Durststrecke gingen die Domstädter in den Play-offs bisher sowohl konzentriert als auch motiviert zu Gange. Sieben der bisherigen acht Spiele gewannen die Haie bei einem Torverhältnis von 33:14. Hinzu kommt, dass die Kölner trotz vieler junger Spieler in den eigenen Reihen auch erfahrene Akteure besitzen. Dazu zählt neben Mirko Lüdemann unter anderem Marco Sturm, der über 1000 NHL-Partien bestritt, als auch Nathan Robinson, der mit den Adler Mannheim und den Eisbären Berlin bereits den Titel in der Deutschen Eishockey Liga gewann.

Beeindrucken dürften diese Umstände die Berliner jedoch nicht. Mit Kapitän André Rankel, Florian Busch, Frank Hördler und Jens Baxmann besitzen die Eisbären vier Spieler in ihren Reihen, die bereits beim ersten Titelgewinn im Jahr 2005 im Kader der Hauptstädter standen. Seitdem feierte das Quartett fünf weitere deutsche Meisterschaften und bezwang dabei bereits im Jahr 2008 schon einmal die Kölner Haie im Finale. Im vierten Spiel war es damals Florian Busch, der mit seinem Treffer in der Verlängerung den dritten Titelgewinn der Eisbären besiegelte. Bereits in den bisherigen Playoffs wurde deutlich, welchen Stellenwert diese Erfahrungen für die Berliner besitzen. Bei sechs der sieben Siege in Viertel- und Halbfinale gewannen die Eisbären mit nur einem Tor Vorsprung. Außerdem drehten sie bereits mehrmals einen Rückstand in einen Sieg in der bisherigen Meisterrunde um. Mit dem siebten Titelgewinn innerhalb von neun Jahren könnten die Berliner ihre Vormachtstellung im Deutschen Eishockey erneut unter Beweis stellen, während die Kölner auf eine Wachablösung in der DEL hoffen.

Direkter Vergleich diese Saison ausgeglichen

Bei den vier direkten Duellen zwischen den beiden Mannschaften in der Vorrunde zeigte sich bereits, dass sich die Teams aus Köln und Berlin auf Augenhöhe befinden, denn sowohl Haie als auch Eisbären gewannen jeweils zwei Mal den direkten Vergleich. Dabei war in allen vier Begegnungen die Mannschaft unterlegen, die vor eigenem Publikum auflief. Diesen eher fragwürdigen Heimvorteil besitzen im ersten Endspiel am heutigen Nachmittag die Kölner Haie. Insgesamt drei Siege muss eine Mannschaft in der Serie erreichen, um sich als neuer deutscher Meister küren zu lassen. Die Auftaktpartie zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin, die Servus TV live überträgt, beginnt um 14:30 Uhr.

Bild: DEL-Playoffs von betsyweber, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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