Flexstrom Pleite: Stromunternehmen meldet Insolvenz an

14. April 2013 - 07:25 - 1 Kommentar

Der Stromanbieter Flexstrom hat am Freitag, den 12. April 2013, Insolvenz angemeldet. Auch die beiden Tochterunternehmen des Konzerns mit 500.000 Kunden, OptimalGrün und Löwenzahn, sind von der Pleite betroffen. Die Kunden müssen jedoch nicht um ihre Stromversorgung bangen.

Flexstrom, Löwenzahn und OptimalGrün sind pleite. Die Profitabilität der Unternehmen sei zwar nicht in Frage gestellt, dafür jedoch die Liquidität, hieß es von dem Unternehmen mit Sitz in Berlin. Als Grund für die Insolvenz wurde in erster Linie angegeben, Zahlungen von Stromkunden nicht erhalten zu haben. Das Energieunternehmen hat mitgeteilt, seine Kunden hätten Rückstände in der Höhe von einer Million Euro, während der Stromversorger selbst für den eingekauften Strom und die Netzentgelte zahlen müsse. Dadurch sei die Differenz zwischen eingehendem und ausgehendem Geld zu hoch geworden.

Flexstrom muss Insolvenz für sich und die Tochterunternehmen anmelden

Durch den langanhaltenden Winter sei der Stromverbrauch zudem gestiegen und die Stromeinkäufe ungleich zu den Abschlägen der Kunden gestiegen. Flexstrom habe deshalb in Vorleistung gehen müssen. Einen weiteren Anlass für die Anmeldung der Insolvenz habe nach Aussage des Unternehmens auch die mediale Berichterstattung gegeben. Da bereits im vergangenen Herbst finanzielle Probleme des Unternehmens unter anderem vom „Handelsblatt“ vermeldet wurden, seien die Stromkunden verunsichert worden und hätten ihre Rechnungen nicht oder nicht pünktlich gezahlt.

Kunden von Flexstrom und der Töchter OptimalGrün und Löwenzahn müssen derweil keine Sorge um ihre Stromanschlüsse haben: Der Anbieter muss auch trotz Insolvenz weiterhin die Energie liefern, während die Stromverbraucher ebenso ihre Rechnungen und Abschläge weiter zahlen müssen. Laut Verbraucherschützern stellt die Pleite des Energieunternehmens auch keinen Sonderkündigungsgrund dar, so dass bei einem Stromanbieterwechsel die regulären Kündigungsfristen eingehalten werden müssen.

Auch Löwenzahn und OptimalGrün sind nicht mehr liquid

Zur Vorsicht wird allerdings im Fall von Vorauszahlungen geraten. Wer seine Stromrechnung für einen längeren Zeitraum vorzeitig zahlt, muss sicher gehen können, dass der Anbieter auch noch innerhalb dieser Frist, meistens handelt es sich um ein Jahr, liefern kann. Sollte es wider Erwarten doch zu einem Lieferstopp kommen, so werden die Kunden von Flexstrom, Löwenzahn und OptimalGrün automatisch in die Grundversorgung des jeweiligen Lokalanbieters gelegt – eine Weiterversorgung mit Energie wird somit gewährleistet.

Flexgas-Kunden sind nicht von der Flexstrom Insolvenz betroffen, sagt das Berliner Stromunternehmen. Ein Investor führt die Gasversorgung, so dass es hier zu keinen Beeinträchtigungen kommen soll.

Bild: Flextrom Insolvenz von mzeuner, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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Kommentare zu Flexstrom Pleite: Stromunternehmen meldet Insolvenz an

Zu diesem Beitrag gibt es 1 Kommentar.

von Tämlitz am 24. September 2013 - 16:35 Uhr

Kurz gesagt !
Die Pleiten Häufen sich und verdienen tuhn dann die Örtlichen Grundversorger
noch mal dazu !
Es liegt doch auf der Hand, das viele andere Anbieter Ableger (Scheinfirmen) von den Großen Stromanbietern sind.
Bei einer Pleite kommt ein schönes zusätzliches Sümchen raus.
Bei nur einem Monatsverlust vom Kunden, bei nur etwa 100 € im Durchschnitt und das mal 800 000 Kunden Deutschland weit!
Da freut sich das Konto !!!
Denn der Kunde, also der Endverbraucher bekommt niemals auch nur einen Cent zurück.
Und zahlen muß er !!!
Bei mir ist es schon das zweite mal.

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