Windows 8: Experten sehen Betriebssystem als gescheitert an

11. April 2013 - 08:49 - keine Kommentare

Zu Beginn des Jahres 2013 musste der PC-Markt erneut einen starken Einbruch erleiden. Dabei sollte dieser negative Trend mit dem neuen Microsoft-Betriebssystem Windows 8 gestoppt werden. Marktforscher sehen diesen Versuch jedoch als gescheitert an.

Um nahezu 14 Prozent sind die Verkäufe von Notebooks und Desktops im ersten Quartal gefallen. Analysten der Firma IDC ermittelten diese Werte und stellten fest, dass lediglich 76,3 Millionen Geräte in diesem Zeitraum verkauft wurden. Dies stellt den schlimmsten Absturz seit Beginn der Datenerhebungen im Jahr 1994 dar. Zwar veröffentlichte Gartner etwas positivere Zahlen, doch auch der IDC-Konkurrent sprach von einem Rückgang von 11,2 Prozent. Laut dem Unternehmen mit Sitz in den USA seien somit 79,2 Millionen Personal Computer im ersten Quartal ausgewiesen worden. Auch die Zukunftsprognose der Firma Gartner zeigt lediglich negative Ausblicke auf.

Zukunftsprognose laut Gartner düster

Das Unternehmen stellte fest, dass ein Großteil der Verbraucher seine Computer-Nutzung auf andere Geräte wie zum Beispiel Smartphones oder Tablets verlagert. Hinzu kommt ein Rückgang der Verkaufszahlen in den Entwicklungsländern, die in den letzten Jahren eine wichtige Stütze für die Computerbranche darstellte. Experten erwarten selbst in diesen Regionen nur noch ein schwaches Wachstum des Absatzes von Notebooks und Desktops. Besonders besorgt zeigen sich die Marktforscher, da sich die Wirtschaft in den letzten Monaten leicht erholt hatte. Doch die Hoffnung in attraktive PC-Modelle, die in diesem Zeitraum auf den Markt gekommen waren, scheint verflogen zu sein.

Einen Grund für den überraschend starken Rückgang bei den Verkäufen von Notebooks und Desktops sehen die Marktforscher in Windows 8. IDC-Analyst Bob O’Donnell glaubt, dass sich viele Kunden nicht an das neue Design der Software gewöhnen können. Besonders die stark veränderte Bedienung sowie der Wegfall des vertrauten Start-Buttons sorgten bei vielen Kunden für Argwohn. Außerdem sei ein Teil der Computer deutlich teurer geworden. Dies ist auf den häufigen Einbau von berührungsempfindlichen Bildschirmen zurückzuführen. Experten vermuten deshalb, dass die Einführung von Windows 8 den negativen Trend bei den Verkaufszahlen in der Branche eher noch verstärkt hat. Viele sehen das Betriebssystem bereits jetzt als gescheitert an.

Auch Dell und HP verbuchen Einbuße

Zwar ist Hewlett-Packard weiterhin der weltweit größte PC-Hersteller, doch das Unternehmen musste im ersten Quartal des Jahres 2013 einen heftigen Einbruch des Absatzes von über 23 Prozent verbuchen. Auch bei Dell, Acer und Asus setzte sich der negative Trend der letzten Jahre fort. Die Ausnahme stellt der chinesische Hersteller Lenovo dar, dessen Verkaufszahlen aktuell stagnieren. Im internationalen Vergleich holt das Unternehmen mit Sitzen in Peking, Singapur und den USA deutlich auf. Auf dem Tablet-Markt kann Apple seine Spitzenposition weiterhin behaupten. Allerdings holt das Google-Betriebssystem Android weiter auf.

Bild: Windows 8 von Dell’s Official Flickr Page, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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