Korea-Krise: EU-Botschafter sollen Pjöngjang verlassen

6. April 2013 - 08:22 - 1 Kommentar

Von Seiten der USA bemüht man sich weiterhin um Gelassenheit in der aktuell herrschenden Korea-Krise. Die Kriegsgebahren Nordkoreas mit militärischer Aufrüstung und verbalen Drohungen weiß man noch immer nicht richtig einzuordnen. Jetzt hat die Regierung die EU-Botschafter dazu aufgefordert das Land zu verlassen, weil man nach dem 10. April keine Gewährleistung für ihre Sicherheit übernehmen kann.

Das aktuelle Drohgebaren Nordkoreas wird von den zahlreichen Sicherheitsexperten ganz unterschiedlich beurteilt. Einerseits versucht man die militärischen Aufmärsche und Machtdemonstration der nordkoreanischen Regierung ernst zu nehmen und andererseits hält man es kaum für möglich, dass der Staat mit diesen Vorhaben die eigene Existenz in Frage stellen würde. Ein Angriff auf die USA oder auf Südkorea würde gerade im Fall des Einsetzens von Atomwaffen verheerende Folgen für die Region haben.

Selbst den kommunistischen geführten Ländern ist das Verhalten von Kim Jong Un ein Rätsel. In diesem Zusammenhang hat jetzt auch der frühere kubanische Staatschef Fidel Castro zu Wort gemeldet und vor einem möglichen Atomkrieg gewarnt.

Korea-Krise: EU-Botschafter sollen Pjöngjang verlassen

Die Rhetorik der Korea-Krise hatte sich zuletzt dadurch verschärft, dass Nordkorea vor allem den EU-Botschaftern empfohlen hatte das Land bis zum 10. April zu verlassen, weil man sonst im Konfliktfall nicht für die Sicherheit der Diplomaten garantieren könnte. Betroffen sind neben Deutschland auch Großbritannien, Schweden, Polen, Rumänien, Bulgarien, Tschechien und Russland. Die Botschafter vor Ort stehen fortwährend in Kontakt, werden angemessen auf die Lage in Nordkorea reagieren. In welcher Form ist allerdings zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen.

Bild: Kim Jong Un von petersnoopy, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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Kommentare zu Korea-Krise: EU-Botschafter sollen Pjöngjang verlassen

Zu diesem Beitrag gibt es 1 Kommentar.

von waldemar hammel am 7. April 2013 - 12:47 Uhr

in meinen augen ist bereits die drohung mit einem atomkrieg hinreichender grund, die aktuelle machtelite nordkoreas unter allen umständen auf null zu bringen, schon alleine deshalb, um für mögliche nachahmer solcher global-gefährdender ideen ein exempel zu statuieren. deshalb sollten nach diesem jetzigen lapsus die machthaber nordkoreas auf jeden fall ausgeschaltet werden. appeasement-politik ist hier der völlig falsche weg. oder sollen wir als weltbevölkerung etwa langsam daran gewöhnt werden, dass mal dieser, mal jener irrläufer mit atomkriegen droht, und es dann irgendwann also auch zu einem heißen krieg mit a-waffen kommt?
die nicht-weiterverbreitung von a-b-c waffen mit dem ziel ihrer endgültigen abschaffung ist ein globales und überlebenslebenswichtiges anliegen, deshalb sind alle geisteskranken narren-eliten egal welcher weltgegenden, die weiterhin an solchen waffen basteln, von der weltgemeinschaft mit null-toleranz zu stoppen (wehret den anfängen!).

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