Winter-Wetter zum Frühlingsanfang: Kalter Wind durch Arktis-Erwärmung

27. März 2013 - 11:45 - keine Kommentare

Pünktlich zum Frühlingsanfang und zur Umstellung auf Sommerzeit liegen große Teile Europas noch immer fest im Griff des Winters: Klimaforscher halten dies auch in den kommenden Jahren für immer wahrscheinlicher und führen die Veränderungen auf das Schmelzen des arktischen Eises zurück.

Bei eisigem Wind, tiefen Temperaturen weit unter Null und Schneeschippen im März könnte man meinen, der Winter hätte sich um wenigstens drei Monate verschoben: Die Kälteeinbrüche in Deutschland könnten sich nun jedes Jahr bis zum Frühlingsanfang wiederholen, meinen Klimaforscher, denn die globale Erwärmung würde zu einer Eisschmelze in der Arktis und somit zu einer Luftströmung führen, die die Kälte zu uns bringt. Die für den gesamten Winterzeitraum gemessenen Zahlen hingegen würden darauf schließen lassen, dass die Jahreszeit immer wärmer wird.

Niedrige Temperaturen zu Ostern: Wintereinbrüche werden häufiger

Bei Minusgraden zu Ostern fällt es den meisten schwer zu glauben, dass der Winter 2012/2013 sehr warm ausfällt: Ein Kälteeinbruch von diesen Ausmaßen und zum Beginn des Frühlings lässt schnell vergessen, dass im Dezember an vielen Orten weit über 10 Grad Plus gemessen wurden und das auch das vergangene Weihnachten alles andere als weiß war. Am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geht man davon aus, dass beide Umstände mit der Erderwärmung zu tun haben.

Die Eisfläche der Arktis schwindet – das National Snow and Ice Data Center (NSIDC) der Vereinigten Staaten hat die geringste Menge seit 33 Jahren gemessen. Hierdurch würden laut den Wissenschaftlern die unteren Luftschichten erwärmt werden und sich so ein Hochdruckgebiet bilden, kalter Wind und besonders niedrige Temperaturen würden dadurch nach Europa getragen.

Arktis-Eisschmelze sorgt für Wintereinbruch

Die drei Monate, die meteorologisch und kalendarisch als Winter gelten, seien zusammengenommen sehr warm gewesen – zwar kämen die Temperaturen laut Professor Stefan Rahmstorf vom PIK nicht an den wärmsten Winter der Jahre 2006 und 2007 heran, doch sei festzustellen, dass sie im Vergleich gestiegen seien. Genau durch diese steigenden Temperaturen weltweit könnten Wintereinbrüche zum Frühlingsanfang auch in den kommenden Jahren immer wahrscheinlicher werden.

Bild:Winter in Deutschland von onnola, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
Tags: ,
VN:F [1.9.18_1163]
0.0 / 5.0 - 0 Bewertungen
 
 

Hinterlasse eine Meinung zu: Winter-Wetter zum Frühlingsanfang: Kalter Wind durch Arktis-Erwärmung

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!