Google Cars: Neuwagen über Google finden – Testphase läuft

25. März 2013 - 11:38 - keine Kommentare

Seit Dezember 2012 probiert der Internet-Riese Google einen neuen Dienst aus: Google Cars soll Usern bei der Suche nach Neuwagen helfen und die günstigsten Modelle präsentieren – noch befindet sich das Portal in der Testphase, doch große Veränderungen bahnen sich an.

Mit Google Cars haben Internetnutzer die Möglichkeit, bei einer einfachen Netzsuche nicht nur Autohäuser in der Nähe zu finden, sondern ganz gezielt nach Modellen und Preisen zu stöbern. Denn das Portal listet Neuwagen nach ihren Namen in alphabetischer Reihenfolge, nach Preisen, Regionen oder Händlern auf und ermöglicht es so, schnell und direkt Autos im Internet zu kaufen und dabei die wettbewerbsfähigsten Preise zu vergleichen – zumindest in der Bay Area rund um San Francisco, denn nur dort ist das Google-Autoportal momentan in einer Testphase nutzbar. Sollte es im großen Stil Anwendung finden, könnte sich der Automarkt grundlegend ändern.

Google Cars: Testphase läuft in San Francisco

Schon jetzt werden Autohäuser von vielen Kunden nur noch als Möglichkeit gesehen, einen neuen Wagen probe zu fahren und die Ausstattung zu testen, während Online-Portale mit Rabatten und anderen Preiserleichterungen locken. Vor allem auf dem Gebrauchtwagenmarkt haben sie sich durchgesetzt, bei Neuwagen sind deutsche Kunden traditionalistischer, wenn auch nicht weniger auf gute Konditionen bei den Preisen bedacht.

Bei Google Cars, das von den Kunden kostenlos genutzt werden kann, werden diese Konditionen durch die Autohändler berechnet und online gestellt, User können sich ihr Wunschauto nach mehreren Maßstäben zusammenstellen, um dann die Angebote zu prüfen. Den Händlern kann man auch eine E-Mail schicken, sollten die Modelle den Vorstellungen nicht entsprechen. Google macht damit ganz direkt den anderen, etablierten Online-Vergleichsportalen Konkurrenz, und setzt auch die Autohändler unter Druck.

Neuwagen über Google finden: Konkurrenz für Vergleichsportale

Nicht nur, dass sie Gebühren an Google zahlen müssen für die Vermittlung an potentielle Kunden, um besonders gut sichtbar bei Google Cars zu sein, müssen sie auch ihre Preise entsprechend nach unten anpassen. Für den deutschen Automarkt könnte eine Ausweitung der Testphase zu einem vollwertigen Internet-Angebot auch einen Ausbau des Wettbewerbs bedeuten: Die Autohäuser müssten sich mit Rabatten und anderen Zugeständnissen noch mehr überbieten und auch die bisher bestehenden Portale, die oftmals hohe Summen investieren, um eine gute Position bei Google zu sichern, würden dann mit dem Internet-Riesen selbst konkurrieren.

Für Autokäufer hingegen könnten sich auch weitere Chancen auftun, bei denen über einen Preisvergleich günstige Pkw in der Nähe gefunden würden. Wann und ob Google Cars aus der Testphase in San Francisco in ein allgemeines Produkt auch für den deutschen Markt geändert wird, ist allerdings derzeit nicht sicher.

 
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