Red Bull: Getränkehersteller wird von Unbekanntem erpresst

15. März 2013 - 11:59 - keine Kommentare

Seit mehreren Wochen wird der österreichische Getränkehersteller Red Bull von einen Unbekannten bedroht. Der Erpresser, der eine hohe Geldsumme fordert, will den Energy-Drink mit Fäkalien verunreinigen. Nun wagte das Unternehmen den Schritt an die Öffentlichkeit.

Den seit Wochen andauernden Erpressungsversuch verkündete der Getränke- und Sportmarketingkonzern am Donnerstag in seinem Firmensitz in Fuschl am See bei Salzburg. Red Bull hofft mit diesem Schritt den Unbekannten unter Druck zu setzen. Allerdings handelt es sich bisher lediglich um eine Behauptung des Erpressers, denn bei Tests in den von ihm genannten Geschäften wurden keine Verunreinigungen festgestellt.

Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf

Der Unbekannte hatte gedroht, dass er die Dosen von dem österreichischen Getränkehersteller mit Fäkalien verunreinigt, wenn nicht eine bestimmte Geldsumme ihm überwiesen wird. Er plante, die Deckel beziehungsweise die Dosen selbst mit ”Kloakenwasser” zu beschmutzen. Zur Sicherheit nahm Red Bull eine große Zahl an Testversuchen in den vom Erpresser genannten Geschäften vor. Dabei ergab sich, dass bisher in keiner einzigen Dose Spuren von Keimen oder Verunreinigungen nachgewiesen werden konnten. „Bisher geht es nur um eine behauptete Kontamination“, teilte deshalb auch Pressesprecher Marcus Neher mit.

Mit dem Schritt an die Öffentlichkeit will das Unternehmen den Druck auf den Erpresser verstärken. Außerdem hofft Red Bull möglichen Spekulationen vorbeugen zu können und gleichzeitig mehr Transparenz zu schaffen. Bereits seit Anfang März ermittelt die Staatsanwaltschaft in Salzburg gegen Unbekannt wegen des Verdachts der versuchten Erpressung. Dabei soll auch die Zusammenarbeit mit Kollegen in Deutschland forciert werden, um die Täter ausfindig zu machen.

2012: Über fünf Milliarden Dosen verkauft

Red Bull ist ein Energy-Drink des gleichnamigen Unternehmens, dass neben der Getränkeherstellung auch im Bereich des Sportmarketings in den letzten Jahren aktiv geworden ist. Die Österreicher betreiben einen Formel 1-Rennstall, bei dem Sebastian Vettel in den letzten drei Jahren alle Titel gewann. Außerdem finanzierten sie den Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner, der mit seiner waghalsigen Aktion mehrere Weltrekorde brach und die Einschaltquoten an den Fernsehgeräten in die Höhe schießen ließ. 2012 verkaufte Red Bull weltweit mehr als fünf Milliarden Dosen seines Energy-Drinks. Derzeit beschäftigt das Unternehmen fast 9000 Mitarbeiter in 165 Ländern.

Bild:Red Bull von Fristle, CC BY – bearbeitet von borlife

 
VN:F [1.9.18_1163]
0.0 / 5.0 - 0 Bewertungen
 
 

Hinterlasse eine Meinung zu: Red Bull: Getränkehersteller wird von Unbekanntem erpresst

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!