Papstwahl 2013: Konklave in der Sixtinischen Kapelle

12. März 2013 - 11:20 - keine Kommentare

Die Wahl des neuen Papstes hat im Vatikan begonnen: 115 Kardinäle treffen zum Konklave zusammen, um sich für ein Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche zu entscheiden. Bevor sie sich in die Sixtinische Kapelle zur Wahl zurückziehen, wurde im Petersdom eine besondere Messe begangen.

Die Zeit der Sedisvakanz, des leeren päpstlichen Throns, ist mit dem Konklave vorbei: Nachdem Benedikt XVI. sein Amt als Papst der römisch-katholischen Kirche aufgab, müssen nun die 115 Kardinäle, die unter 80 Jahre alt sind, seinen Nachfolger wählen. Hierzu begeben sie sich in die Sixtinische Kapelle unter komplettem Ausschluss der Öffentlichkeit, um den neuen Papst mit einer Zweidrittelmehrheit zu wählen.

Papstwahl: Konklave tritt in Rom zusammen

Joseph Ratzinger galt bei seiner Wahl zum Papst als großer Favorit und dennoch benötigte es vier Wahlgänge, bis er in seinem Amt bestätigt werden konnte. Denn die Kardinäle gehören verschiedenen Fraktionen, Strömungen und Richtungen innerhalb der Kirche an, werden eher zum konservativen oder zum liberalen oder reformistischen Lager gezählt und stellen unterschiedliche Positionen und Auffassungen dar, die um Aufmerksamkeit und Vormachtstellungen bemüht sind.

Auch ihre Nationalität spielt eine Rolle: Die beiden größten Gruppen werden von Italien und den USA gestellt, die deutsche Delegation kommt gleich dahinter auf dem dritten Platz mit sechs wahlberechtigten Kardinälen, von denen sich jedoch keiner unter den Favoriten befindet.

Die wahrscheinlichsten Kandidaten bei der Papstwahl sind momentan der italienische Angelo Scola, der brasilianische Odilo Pedro Scherer, Christoph Schönborn aus Österreich, Sean Patrick O’Malley aus den Vereinigten Staaten, der kanadische Marc Ouellet, Peter Turkson aus Ghana und der mit 55 Jahren jüngste Kardinal der Favoriten, Luis Antonio Tagle von den Philippinen.

Kardinäle versammeln sich im Vatikan zur Wahl des neuen katholischen Oberhaupts

Für wen sich das Konklave entscheidet, kann nicht abgeschätzt werden, jeder der Kandidaten steht für eine eigene Richtung und bringt weltpolitische wie religiöse Möglichkeiten mit sich. Für die 115 Kardinäle, die gemeinsam mit den Gläubigen im Petersdom die traditionelle Vorwahl-Messe „Pro eligendo Romano Pontifice“ begingen, wird es ab 15.45 Uhr zum Palazzo Apostolico gehen, von wo aus die Prozession zur Sixtinischen Kapelle um 16.30 Uhr einsetzt.

Nach dem Einzug bleiben die Türen verschlossen und die Kardinäle beraten sich im Konklave – die Farbe des Rauchs aus dem Schornstein der Kapelle sagt den Status der Papstwahl an. Erst wenn weißer Rauch aufsteigt, heißt es im Vatikan „habemus Papam“.

Bild:Sixtinische Kapelle von gravitat-OFF, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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