Tatort: Willkommen in Hamburg mit Til Schweiger in der ARD

10. März 2013 - 19:26 - 2 Kommentare

Til Schweiger tritt seinen Dienst als neuer Ermittler im „Tatort“ an: Mit „Willkommen in Hamburg“ feiert Nick Tschiller seinen Einstand beim Landeskriminalamt und bekommt es mit dem organisierten Verbrechen im Rotlichtmilieu und jeder Menge Action zu tun.

Til Schweiger hat schon vor seinem ersten Auftritt als Komissar Nick Tschiller im „Tatort: Willkommen in Hamburg“ für Spekulationen und Kritik gesorgt, nun kann man sich vom Ergebnis überzeugen. Ebenfalls im Fernsehkrimi mit gewaltigem Budget von Christian Alvert („Antikörper“, „Fall 39“) vertreten ist Fahri Yardim („Almanya – Willkommen in Deutschland“) als Tschillers Kollege Yalcin Gümer. Die ARD verspricht mit dem neuen Hamburger Team einen packenden Action-Krimi zu präsentieren, der dennoch in die Tradition der seit 1970 laufenden Reihe passen soll.

Tatort mit Til Schweiger: Willkommen in Hamburg

In „Willkommen in Hamburg“ trifft Nick Tschiller in der Hansestadt ein, nachdem er zuvor in Frankfurt bei einem SEK des LKA seinen Dienst verrichtete. Kaum an der Waterkant angekommen, wo der zu wenig Sätzen aber vielen Schrammen tendierende Kommissar wegen seiner Tochter zog, wird er schon in die üblen Machenschaften eines Zuhälter-Rings für minderjährige Prostituierte gezogen, sein neuer Partner Gümer ins Krankenhaus und drei Clan-Mitglieder auf den Friedhof befördert. Tschiller nimmt es mit den Kiezgrößen auf, nicht zuletzt auch, um der internen Untersuchung gegen ihn zu entkommen.

Der neue „Tatort“ ist bei all dem genau auf Til Schweigers Kino-Erfolge zugeschnitten und wird auch genau dieses Publikum ansprechen: Nick Tschiller ist eher schlecht drauf, kümmert sich aber liebevoll um seine Tochter Lenny (auch hier wieder einmal Schweiger-Tochter Luna), geschossen und geprügelt wird auch viel und launige One-Liner folgen auf selbstironische Kommentare zu den schon seit der Ankündigung, der Kino-Star würde sich im NDR-Krimi versuchen, nicht abbrechen wollenden Kritiken an der Schauspieler-Wahl.

Action-Krimi in der ARD

Nah an der Realität tatsächlicher Ermittlungen und im Bereich der Vorstellung der jeweiligen Umstände sollte die Krimireihe von Anfang an sein – ob dies beibehalten werden kann, wenn ein wortkarger Til Schweiger durch in Zeitlupe explodierende Zimmer hechtet, mag fraglich sein, doch sollte auch der Action-Anspruch eines von Götz George gespielten Schimanski dabei nicht vergessen werden. Zumindest könnte das Team Tschiller/Gümer frischen Wind in den häufig sehr behäbig-bemühten Stil aktueller „Tatort“-Episoden bringen.

Wie sich Til Schweiger in seinem ersten Fall in „Tatort: Willkommen in Hamburg“ schlagen wird, kann man in der ARD am Sonntag, den 10. März 2013 um 20.15 Uhr sehen.

Bild:Til Schweiger von gdcgraphics, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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Kommentare zu Tatort: Willkommen in Hamburg mit Til Schweiger in der ARD

Zu diesem Beitrag gibt es 2 Kommentare.

von Markus Broich am 11. März 2013 - 07:34 Uhr

Tatort sollte Tatort bleiben im klassischen Stiel. ARD sollte sich überlegen Til Schweiger an RTL zu verkaufen für Cobra 11.

von Uwe Weinhold am 11. März 2013 - 18:27 Uhr

DIeser Tatort war eine Beleidigung sämtlicher Landeskriminalämter und ihrer
Mitarbeiter.Was hier gezeigt wurde geht gar nicht.Der Tatort sollte schon solide
Polizeiarbeit widerspiegeln ,natürlich auch mit Spannung und Aktion aber nicht zum
Spielball durchgeknallter Märchenerzähler werden.

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