Einkommensteuer: CDU-Abgeordnete für vereinfachtes Steuersystem

4. März 2013 - 11:28 - keine Kommentare

Sechs junge Abgeordnete der CDU haben einen Drei-Punkte-Plan erstellt, mit dem sie für ein vereinfachtes Steuersystem eintreten: Unter anderem soll das Sammeln von Quittungen zugunsten eines höheren Pauschbetrags entfallen und der kalten Progression in diesem Vorschlag zum Wahlprogramm automatisch entgegengewirkt werden.

Die CDU-Abgeordneten Thomas Silberhorn, Peter Tauber, Nadine Schön, Carsten Linnemann, Thomas Bareiß und Tankred Schipanski haben einen Vorschlag ausgearbeitet, um das Steuersystem zu vereinfachen: Während sie die prinzipiellen Regelungen beibehalten wollen, wollen sie mit drei Punkten dafür sorgen, dass die Einkommensteuer gerechter und einfacher wird – erklärtes Ziel der mit 29 bis 44 Jahren recht jungen Unions-Vertretern ist es, mit ihrem an die „Bierdeckel“-Lösung von Friedrich Merz aus dem Jahr 2003 erinnernden Drei-Punkte-Plan in das Wahlprogramm aufgenommen zu werden.

Union-Abgeordnete: Einkommensteuer soll vereinfacht werden

Der erste Punkt der sechs Abgeordneten ist in erster Linie eine Ansage: Die Einkommensteuersätze sollen auch nach der Bundestagswahl 2013 unberührt bleiben, Steuersenkungen gäbe es genauso wenig wie Steuererhöhungen. Denn die Einnahmen aus den Steuern seien in ihrer jetzigen Form wichtig und wesentlich zur Konsolidierung des Haushaltes. Somit werden in Punkt 1 auch schon die Steuerpläne der SPD angegriffen, die sich für eine Vermögenssteuer im Falle ihrer Wahl im Herbst einsetzt.

Im zweiten Punkt findet sich die für Wähler vermutlich interessanteste Idee: Als „Vereinfachungspauschale“ bezeichnet, soll bei der Einkommensteuererklärung ein absetzbarer Betrag angegeben werden können, der den Arbeitnehmerpauschbetrag von derzeit 1.000 Euro übersteigen und die Quittungs- und Belegssammlungen aufheben soll. Hierin sollen auch Werbungskosten, Büromaterial-Posten und Berufskleidung gefasst werden.

Inflationskoeffizient soll kalte Progression aufhalten

Thomas Silberhorn, Peter Tauber, Nadine Schön, Carsten Linnemann, Thomas Bareiß und Tankred Schipanski wollen mit ihrem dritten Punkt gegen die „kalte Progression“ vorgehen: Ein „Inflationskoeffizient“ soll dafür sorgen, dass Einkommenserhöhungen nicht durch die steigende Inflation zunichte gemacht, sonder automatisch ausgeglichen werden. Für die sechs CDU-Verteter soll somit einerseits größere Gerechtigkeit in ein undurchsichtiges Steuersystem gebracht und andererseits auch die konsequentere Umsetzung von versprochenen Steuererleichterungen erreicht werden. Diese hätten sich in den letzten zehn Jahren ins Gegenteil gewendet, wie der „Focus“ Carsten Linnemann zitiert.

Bild: Carsten Linnemann von INSM, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
VN:F [1.9.18_1163]
0.0 / 5.0 - 0 Bewertungen
 
 

Hinterlasse eine Meinung zu: Einkommensteuer: CDU-Abgeordnete für vereinfachtes Steuersystem

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!