Daimler: Gloablisierung per Quote im Management

4. März 2013 - 10:54 - keine Kommentare

Daimler will sich international besser positionieren: Der große deutsche Automobilkonzern setzt im Heimatland nur noch ein Fünftel seiner Gesamtproduktion ab, während die Märkte in den USA und China boomen. Personalvorstand Wilfried Porth will daher auf Managementebene globaler werden.

Alle acht Vorstandsmitglieder der Daimler AG kommen aus Bayern und Baden-Württemberg – für den Personalvorstand Wilfried Porth ein Hindernis auf dem internationalen Markt: Da die USA, Indien, China und andere Länder im Osten Asiens immer bedeutsamer für das Traditionsunternehmen werden, sollten seiner Meinung nach nicht nur die Produktionsstätten in diese Länder ausgelagert werden, sondern auch das Management sich diesen Begebenheiten anpassen. Gegenüber der Zeitung „Die Welt“ sprach er über das Nachwuchsförderprogramm „CAReer“, bei dem mehr als die Hälfte der Teilnehmer international besetzt werden sollen.

Daimler Management: 50 Prozent internationale Führungskräfte

In jedem jährlichen Durchgang wird über dieses Programm Daimler-intern die Führungsriege ausgebildet: Von den 300 bis 500 Teilnehmern sind bereits jetzt schon 35 Prozent Frauen, 50 Prozent sollen darüber hinaus „nicht aus Deutschland kommen“, wie Porth in der Tageszeitung angab. Hintergrund für diese Idee sei die bislang nicht international aufgestellte Managementebene, die sich jedoch auf den globalen Märkten auskennen muss.

Für den Personalvorstand würde eine solche Maßnahme den dritten Aspekt einer Phase der Umwälzungen und Änderungen beschreiben: Habe in früheren Zeiten das Hauptaugenmerk der Manager auf dem deutschen Markt gelegen, nicht zuletzt auch aufgrund der Herkunft der Entscheider und deren Markterfahrungen, seien schon international erfahrene Vorstände hinzugekommen, während die notwendigen Entscheidungen für die stetig wachsende Absatzorte in den USA und in China auch von dort stammende Fachkräfte im Vorstand getroffen werden müssten.

Globalisierung beim Automobilkonzern: Deutscher Markt macht nur noch ein Fünftel aus

Wilfried Porths Vorschlag befindet sich somit auf einer Linie mit den geänderten Produktionsbedingungen bei Daimler und den Entwicklungsvorhaben: Immer mehr Autowerke werden in Übersee und in Ostasien errichtet, Kooperationen mit Partnern im Ausland steigern die Kapazitäten des Autoherstellers und die Vorstöße bei Elektroautos. Bis zum Jahr 2020 sollen die Absätze allein bei den Mercedes-Modellen verdoppelt werden, hatte der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche angekündigt – hierfür müssten die Produktionen auch parallel laufen und die Ausrichtung des Konzerns noch globaler ausfallen.

Bild:Daimler von MOS 0711, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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