Handelspartner Deutschlands: Frankreich an erster Stelle, Niederland und China folgen

26. Februar 2013 - 11:39 - keine Kommentare

Das Statistische Bundesamt in Wiesebaden hat die 10 wichtigsten Handelspartner Deutschlands für das vergangene Jahr ermittelt: Frankreich steht anhaltend seit 1975 auf Platz 1, die Niederlande und China folgen dahinter. Die deutsche Ausfuhr nach Italien sank 2012 um fast zehn Prozent.

In einem Vergleich des deutschen Außenhandels stellte das Statistische Bundesamt einen gesamten Umsatz von über 2 Billionen Euro im Jahr 2012 fest – ein Ergebnis, dass sich aus allen Aus- und Einfuhren im Warenhandel mit den zehn wichtigsten Geschäftspartner-Ländern ergeben. Diese zehn wurden nun für die drei Aspekte Umsatz, Ausfuhr und Einfuhr bekannt gegeben, wobei es an der Spitze seit 37 Jahren keine Veränderung gibt: Nach wie vor ist Frankreich der wichtigste Handelspartner Deutschlands mit einem gesamten Umsatz von 169,2 Milliarden Euro. Auch ist das französische Nachbarland der größte Abnehmer von deutschen Waren mit 104,5 Milliarden Euro Wert.

Handelspartner Deutschlands: Frankreich an erster Stelle, Niederland und China folgen

In keinem anderen Land hat sich der Umsatz prozentual so verbessert, wie beim Handel mit den Vereinigten Staaten: Die USA kommen erst an vierter Stelle beim Gesamtumsatz, haben diesen aber im Vergleich zum Vorjahr um 12,3 Prozent steigern können, wodurch sie zum zweitgrößten Warenabnehmer mit 86,8 Milliarden Euro Warenwert und einer 17, 7 prozentigen Veränderung zu 2011 werden.

Den größten Import nach Deutschland konnten die Niederlande für sich beanspruchen: 86,6 Milliarden Euro und eine Steigerung um 5,9 Prozent setzen den nordwestlichen Nachbarn noch vor die Volksrepublik China, die mit 77,3 Milliarden auf Platz 2 bei der Einfuhr kommt und zudem ein Minus von 2,8 Prozent verbucht. Die Zahlen für Österreich sind beim Außenhandel 2012 mehr oder minder gleich geblieben: Beim Umsatz wurde ein kleines Plus von 0,4 Prozent auf 95,1 Milliarden Euro gesehen, das sich aus einem ebenfalls nur leichten Anstieg bei der Ausfuhr (0,3 Prozent, 57,9 Milliarden) und ebenso bei der Einfuhr (0,5 Prozent, 37,2 Milliarden) errechnet.

Außenhandel: Italien nimmt weniger deutsche Exporte ab

Eine der schwerwiegendsten Negativ-Entwicklungen kann für Italien beobachtet werden: Mit einem Umsatzminus von 4,3 Prozent auf 105,1 Milliarden Euro befindet sich das südeuropäische Land zwar noch immer auf Platz 6 der zehn wichtigsten Handelspartner Deutschlands, doch sanken die Exporte nach Italien um 9,8 Prozent auf lediglich 56 Milliarden, während die deutschen Importe um 2,8 Prozent auf 49,2 Prozent zulegten. Die gesamte Ausfuhr in diese Top Ten betrug mehr als eine Billion Euro, die komplette Einfuhr belief sich 2012 auf 909,1 Milliarden Euro.

Bild:China Wirtschaft von jurvetson, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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