ICx: Neue Pläne zur Ausstattung der Flotte der Deutschen Bahn

22. Februar 2013 - 12:56 - keine Kommentare

2015 sollten die ersten ICx-Modelle über die Schienen fahren, doch nun scheinen sich aus verschiedenen Gründen die Daten noch einmal nach hinten zu verschieben: Unter anderem soll der Komfort in den Zügen um einiges angehoben und mehr Fahrgäste transportiert werden.

Seit mehreren Jahren will die Deutsche Bahn ihre ICE-Züge erneuern und hat mit dem ICx-Projekt die größte Ausschreibung ausgegeben: Siemens soll nun 220 neue Züge bereitstellen und während sich die Bauzeit noch verzögert, werden nun etliche Änderungen in letzter Minute an den ICx Loks und Wagen bekannt, die für mehr Fahrkomfort sorgen und das gestiegene Fahrgastaufkommen bewältigen sollen – hierfür seien laut Medienberichten Mehrkosten von 600 Millionen Euro notwendig, über die Anfang März entschieden werden soll.

Deutsche Bahn: Mehr Komfort und Platz im ICx

Ein wichtiger Faktor für die Terminänderungen sind die Lieferverzögerungen von Siemens, durch die ein neuer Termin 2016 festgestellt wurde, doch auch die Runderneuerung der Innenausstattung und die Länge der Züge spielen hier wesentliche Rollen. So hat man sich darauf geeinigt, dass anstelle von zehn Waggons nun zwölf von der ICx-Lok gezogen werden sollen. Diese neuen Wagen sollen zum einen mehr Platz bieten und zum anderen mehr als hundert weitere Passagiere befördern können – sie kämen dannvon 724 auf 830 Fahrgäste.

Auch das Interieur soll sich positiv verändern: Hochwertigere Materialien sollen zum Einsatz kommen, etwa Edelstahl, während mehr Platz für Passagiere und Gepäck zur Verfügung gestellt werden soll – die Idee ist, wieder auf das Niveau zu gelangen, durch das die ersten ICE-Züge sich auszeichneten. Für das Beleuchtungssystem haben die Planer der Deutschen Bahn sich wechselnde Lichteinstellungen ausgedacht, bei denen sich die Lichtfarben je nach der Tageszeit von gelb zu blau zu rot ändern. Durch diese neu angestrebten Ausstattungsveränderungen soll nun frühestens 2017 mit den ICx gerechnet werden, deren letztliche Bezeichnung noch immer nicht klar ist.

Mehrkosten und Terminverzögerungen bei der DB

Die ICx-Baureihe soll als Ersatz für die Intercity und Eurocity, die ICE 1, 2 und später auch 3 Reihen eingesetzt werden und damit auch Züge betreffen, die seit 40 Jahren in der Republik unterwegs sind. Für das Großprojekt, das letzten Endes 300 Züge umfassen soll, wurden in der ersten Phase mit 220 Zügen 6,3 Milliarden Euro als Auftragsvolumen festgelegt – die neuen Pläne zur Aufwertung der ICx-Modelle soll noch einmal weitere 600 Millionen Euro kosten. Eine Sitzung am 05. März 2013 soll sie verabschieden und die Chancen stehen gut, denn wie Bahnchef Grube jüngst verkündete, kann die DB auf ein hervorragendes letztes Jahr blicken, bei dem nicht nur die Passagieranzahl um vier Prozent gestiegen ist, sondern auch der Gütertransport zulegte und der Deutschen Bahn hohe Gewinne einbrachte.

Bild: Deutsche Bahn von mattbuck4950, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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