Wie gut sind No-Name Lebensmittel? Dokumentation im ZDF

19. Februar 2013 - 18:30 - 9 Kommentare

Sternekoch Nelson Müller beantwortet im ZDF die Frage „Wie gut sind No-Name Lebensmittel?“: Jede Supermarktkette führt eigene Produkte neben Markenwaren zu deutlich geringeren Preisen, die jedoch vom gleichen Hersteller stammen – welche Unterschiede bestehen, deckt die Dokumentation von Thomas Lischak auf.

Nachdem Nelson Müller in der vergangenen Woche bereits Billig-Bio-Nahrungsmitteln auf der Spur war, wird der 34-jährige Koch mit Guide Michelin Stern sich in der Dokumentation „Wie gut sind No-Name Lebensmittel?“ mit den Aldi-Produkten, mit „Ja!“, „A&P“, „gut&günstig“, der „Edeka-Selection“ und den anderen preiswerten Waren aus den Supermärkten beschäftigen, die oftmals um ein vielfaches billiger sind als Markenprodukte, dabei aber in den gleichen Fabriken hergestellt werden und sich selbst geschmacklich häufig nicht viel nehmen.

Nelson Müller fragt: Wie gut sind No-Name Lebensmittel?

40 Prozent der Produkte in Supermärkten werden mittlerweile ohne Markennamen angeboten, vor allem bei Milch und Milchprodukten haben sich die sogenannten „Aldinativen“ durchgesetzt. Bei
Basisprodukten wie Nudeln und auch bei Fertiggerichten kann man häufig zwischen No-Names und Marken Preisunterschiede von mehr als dem Doppelten feststellen. Doch neben den finanziellen Aspekten geht die Dokumentation von Thomas Lischek auch in vier weiteren Punkten den Nahrungsmitteln auf den Grund: Sie widmet sich den No-Name Lebensmitteln nach dem Geschmack, der Vielfalt, der Fairness bei der Produktion, dem Preis und der Qualität, um herauszufinden, ob die Angebote sich tatsächlich mit den Markenprodukten messen lassen.

Schwierig gestaltet sich gleich bei der Ermittlung der eigentlichen Hersteller: Lediglich die auftraggebende Handelskette wird auf den Packungen angegeben, die Lebensmittelfabriken selbst werden nicht offensichtlich gemacht. Doch die ZDF-Doku findet heraus, dass die meisten Produzenten von Markenwaren auch gleichzeitig die Hersteller der namenlosen Waren sind – die Unterschiede in der Produktion liegen in winzigsten Details, die viel Geld für die Lebensmittelindustrie bedeuten und für die Konsumenten in der Qualität kaum Auswirkungen hat.

ZDF Dokumentation zu Billig-Produkten

Nelson Müller und seine Gäste versuchen am eigenen Beispiel, die Tests der Doku-Ermittler nachzuvollziehen: Produkte werden nach Preis und Geschmack im Selbsttest und beim gemeinsamen Kochen bewertet – das Ergebnis kann auf ZDF in „Wie gut sind No-Name Lebensmittel?“ am 19. Februar 2013 um 20.15 Uhr gesehen werden – die Dokumentation kann auch in der ZDF-Mediathek abgerufen werden.

Bild:No Name Produkte von Brett L., CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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Kommentare zu Wie gut sind No-Name Lebensmittel? Dokumentation im ZDF

Zu diesem Beitrag gibt es 9 Kommentare.

von M. Müller am 19. Februar 2013 - 20:35 Uhr

Sehr Aufschlußreich die Informationen. Könnte ich bitte den Link bekommen, wo ich die No Name Produkte einsehen kann, von welchem Herrsteller sie sind.
Lieben Dank
M.Müller

von Degen, Herbert am 19. Februar 2013 - 20:45 Uhr

Den Sendebeitrag finde ich sehr gut.
Können Sie mir bitte den Link des Bundesamtes für Verbraucherschutz, auf dem ich die Kennzeichnungsherkunft überprüfen kann, mitteilen ?

Mfg
Herbert Degen

von Esparch am 19. Februar 2013 - 20:56 Uhr

Leider vermisse ich in der Dokumentation – “Stichwort Fairness” folgende Punkte :
Lebensmittel können nicht zu diesen Preisen produziert werden! Dafür muss das Tier von der Geburt bis zum Schlachthof unendlich leiden! Nur um diese Geiz-Ist-Geil-Mentalität der Konsumenten zu befriedigen..Egal, ob Nö-Name oder Marke- die Preise in dieser Branche sind in keiner Weise angemessen! Der Umgang mit unseren Lebensmittel und die Einstellung läuft seit Jahren in die falsche Richtung. Ausbeutung, Umweltzerstörung etc. Mich macht es unendlich traurig und hilflos. Hier wird dem Zuschauer suggeriert, weiter wie bisher … Schade, ich hätte mir einen kritischeren und vor allem das Problem in seiner ganzen Dramatik betrachtenden Bericht erwartet.

von Zuschauer am 19. Februar 2013 - 22:27 Uhr

Zum Thema Fairness fand ich die Sendung nicht fair genug. Werden Mitarbeiter und Produkte der Markenartikel wirklich besser behandelt, wenn diese am Nachbarband produziert werden? Ich bin vielleicht zu misstrauisch, aber wo kommen eigentlich die vielen Bioprodukte, die plötzlich überall zu haben sind, her?

von evelin burghardt am 20. Februar 2013 - 08:09 Uhr

bitte senden sie mir den link des bundesamts fuer verbraucherschutz auf dem ich dei herkunft des produktes ueberpruefen kann mfg evelin burghardt

von Anje Schneider am 20. Februar 2013 - 18:30 Uhr

Die Sendung war sehr informativ und interessant.Bitte teilen Sie mir den Link mit,auf
dem die Hersteller der No Name Produkte einsehbar sind.mfg Anje Schneider

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von Manuela am 20. Februar 2013 - 20:36 Uhr

Leider finde ich auf der Seite des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit keinen Verweis wo ich die Veterinärnummer eingeben kann. …ist das so gewollt? Würden Sie mir bitte den Link zusenden?
Vielen Dank
Manuela

von Ben Becker am 21. Februar 2013 - 17:39 Uhr

Was sind Informationen wert von Leuten, die nicht richtig Lesen, Schreiben und Sprechen können? Haben sie Sachverhalte richtig verstanden bzw sind sie in der Lage sie Sinn gemäss wieder zu geben? Schade, die Dokumentation hatte mich sehr interessiert.

von Jutta am 21. Februar 2013 - 18:18 Uhr

Um sich diese Frage zu beantworten, braucht der Verbraucher keine 45 minütige Dokumentationssendung im ZDF anzuschauen. Es ist doch wohl logisch, dass es keine Discounter geben würde, wenn No-Name Lebensmittel nicht gut wären, oder? So blöde sind wir deutschen Verbraucher nun auch wieder nicht. Jedenfalls nicht die, die wesentlich weniger Geld zum Einkaufen monatlich zur Verfügung haben, wie Nelson Müller und seine Gäste.

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