Deutsche Bahn: Bahnchef Grube vermeldet Rekordgewinne

19. Februar 2013 - 11:40 - keine Kommentare

Während über die Mehrkosten von Stuttgart 21 verhandelt wird, hat Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube für seinen Betrieb hervorragende Gewinnzahlen im vergangenen Jahr angekündigt: Seiner Einschätzung nach werden die für 2012 ermittelten Ergebnisse jene aus dem Jahr 2011 mit 1,3 Milliarden Gewinn übertreffen.

Die Deutsche Bahn hat einen Umsatz von 38 Milliarden Euro eingefahren, 1,3 Milliarden davon gelten als Überschuss: Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der DB AG, hat in der „Deutschen Logistik-Zeitung“ (DVZ, ehemals „Deutsche Verkehrs-Zeitung“) für 2012 die hervorragende Zahlen bestätigt – er sprach sogar von einem „Rekordergebnis“, das „das beste in der Geschichte der Deutschen Bahn“ sei. Allein die „DB Schenker Rail Deutschland“ habe im Schienengüterverkehr 17 Millionen Gewinn gemacht. Das Traumergebnis sieht der Bahnchef allerdings nicht als Argument für einen erneuten Versuch eines Börsengangs nach dem Scheitern 2008.

Gewinne für die Deutsche Bahn: Rüdiger Grube bestätigt hohe Umsätze

Bereits das erste Halbjahr 2012 hatte sich als besser als das des Vorjahres erweisen können: War es 2011 noch ein Umsatz von 18,9 Milliarden Euro, so konnten 2012 19,5 Milliarden erwirtschaftet werden. Im Halbjahresergebnis konnte so ein Gewinn nach Abzug von Zinsen und Steuern von 794 Millionen Euro gegenüber 648 Millionen im Jahr zuvor festgestellt werden, im gesamten Jahr waren es 1,3 zu 1,1 Milliarden Euro 2011. Eine Milliarde Menschen sind im ersten Halbjahr mit der DB gefahren, 202,3 Millionen Tonnen Güter wurden transportiert – im ersteren Punkt sind dies etwas mehr als 2011 (973 Millionen), im zweiteren etwas weniger (207,8 Milliarden).

Während die bei der Deutschen Bahn angestellte Gruppe der Arbeitnehmer um 8.000 Personen auf 284.319 anwuchs, ist das Schienennetz leicht geschrumpft: Anstelle von 33.723 Kilometern gab es 2012 nur noch 33.576 Kilometer, auf denen 79,2 Milliarden Personenkilometer zurückgelegt wurden. Für 2011 wurde ein Passagieraufkommen von 5,43 Millionen Personen pro Tag errechnet.

Rekordergebnis bei der DB, Gesprächsstillstand bei S21

Gleichzeitig zu den Erfolgsmeldungen von Rüdiger Grube wird zum Milliarden-Projekt „Stuttgart 21“ diskutiert: Basierend auf der sogenannten „Sprechklausel“ soll die Übernahme der Mehrkosten von 1,1 Milliarde Euro zu den bisher angesetzten 4,5 Milliarden besprochen werden – weder die Stadt Stuttgart noch das Land Baden-Württemberg wollen die Kosten tragen und die Bahn besteht auf die Pflicht des Landes, den Großbahnhof fertigzustellen. Der Landesverkehrsminister Winfried Hermann hat derweil noch einmal die Zahlungsgrenze von 930 Millionen Euro für S21 bestätigt, Bahnvorstandsmitglied Volker Kefer bezeichnete die Gespräche als „schwierige Situation“.

Bild: Deutsche Bahn erhöht die Ticketpreise von mattbuck4950, CC BY – bearbeitet von borlife.

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