Voting bei Unser Song für Malmö 2013 in der ARD sorgt für Unmut

14. Februar 2013 - 23:10 - 1 Kommentar

Am heutigen Abend wurde bei “Unser Song für Malmö” in der ARD der deutsche Teilnehmer für den Eurovision Song Contest 2013 ermittelt. Am Ende konnte sich Cascada als Gewinner feiern lassen, aber das neue Voting des Ersten sorgte für Unmut bei den Zuschauern vor den Fernsehbildschirmen.

Zunächst die schöne Nachricht des Abends – Cascada wird Deutschland beim Eurovision Song Contest 2013 in Malmö (Schweden) vertreten. Die Popgruppe um Frontfrau Nathalie Horler konnte sich in der Abstimmung gegen LaBrassBanda und den Söhnen Mannheims durchsetzen. Allerdings sorgte das Voting-Verfahren im Anschluss für allerhand Unmut und Unverständnis bei den Zuschauern.

Voting bei Unser Song für Malmö 2013 in der ARD sorgt für Unmut

Zunächst hatte sich die ARD nach dem Ausstieg von Pro7 und Stefan Raab für ein neues Abstimmungsverfahren entschieden. Statt auf ein Casting zu setzen, verständigte man sich auf eine Show, die unter dem Namen “Unser Song für Malmö” am heutigen Abend in Hannover ausgestrahlt wurde. Eine sehr charmante Anke Engelke führte durch die Sendung, die durchaus unterhaltsam war, bis das Voting an die Reihe kam.

Die Regeln besagen dazu neuerdings, dass ein Drittel der Stimmen durch die ARD-Radiostationen ermittelt werden, ein Drittel durch eine Jury und ein Drittel per Telefon-Voting am heutigen Abend. Dann das etwas überraschende Ergebnis der Radiostationen, die fast alle die gleich Top 3 auf dem Zettel hatten. Meistens erhielt Betty Dietrich 8 Punkte, Cascada 10 Punkte und LaBrassBanda immer 12 Punkte! Angesichts der lokalen Ansiedlung der einzelnen Stationen kann dieses Ergebnis kaum exemplarisch für die jeweiligen Regionen stehen, denn bei allem künstlerischen Wert von LaBrassBanda, dürften Berlin, Brandenburg, Bremen und der Norden kaum große Sympathien für eine bayrische Band hegen, deren Text kaum zu verstehen war.

Jury stellt alles auf den Kopf

Dann kam jedoch die Abstimmung der Jury, die sich in diesem Jahr aus Roman Lob, Tim Bendzko, Anna Loos, ESC-Moderator Peter Urban und Mary Roos zusammensetzte. Vollkommen konträr erhielten die bislang fast chancenlosen Blitzkids und Saint Lu zahlreiche Punkte zugesprochen. Die bis dato führende Band LaBrassBanda erhielt lediglich einen Punkt und die Drittplazierte Betty Dietrich gar keinen Punkt. Die Chancen dieser beiden Teilnehmer waren somit plötzlich gen Null gesunken.

Das Telefon-Voting des Abends sorgte dann für die Entscheidung zugunsten von Casccada. Die Popband hatte das Glück fast immer irgendwo bei der Punktevergabe vertreten zu sein. Dennoch ergaben sich in der Summe so unterschiedliche Abstimmungen, die kaum logisch nachvollziehbar waren. Logischerweise sorgte das Voting im Anschluss für Unmut, der sich auch in den Kommentaren auf der Internetseite und bei Facebook widerspiegelte.

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Kommentare zu Voting bei Unser Song für Malmö 2013 in der ARD sorgt für Unmut

Zu diesem Beitrag gibt es 1 Kommentar.

von bernd am 15. Februar 2013 - 02:01 Uhr

Danke Jury, das wird ein feiner letzter Platz,,,, Das machen wir dann mal wieder 3 Jahre und dann kommt Herr Raab zurück :-))) Jury war doch schon immer irgendwie keine gute Sache…. Schade, dass wir somit den ESC verdorben bekommen…

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