Dynamo Dresden verzichtet auf Fans in drei Auswärtsspielen

13. Februar 2013 - 14:05 - keine Kommentare

Der Zweitligist Dynamo Dresden hat Konsequenzen nach den jüngsten Vorkommnissen bei der Auswärtspartie in Kaiserslautern gezogen. Ohne Fans wird der Verein seine drei Partien in Berlin, Aue und Braunschweig bestreiten. Dagegen fechtet Dresden weiterhin den Ausschluss aus dem DFB-Pokal an.

Am letzten Freitag verursachte ein Teil der Fans von Dynamo Dresden einmal mehr einen Eklat. Im Spiel beim 1. FC Kaiserslautern, das mit 0:3 aus Sicht der Sachsen verloren ging, zündete mehrfach Pyrotechnik im Block der Gästefans. Außerdem hatten Dresdner Fans auf dem Messeplatz randaliert und Pendelbusse angegriffen. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf etwa 70.000 Euro ein. Nun hat die Vereinsführung von Dynamo Dresden die Konsequenzen aus den erneuten Vorfällen gezogen.

Ohne Fans in Aue, Braunschweig und Berlin

Am Montag tagten verschiedene Gremien des Vereins über mehrere Stunden und diskutierten dabei über eine kurzfristige Lösung zu der aktuellen Problematik. „Wir stehen als Verein am Scheideweg und sehen uns aufgrund der abermaligen Ausschreitungen in Kaiserslautern in unserer Existenz bedroht“, teilte Geschäftsführer Christian Müller bereits im Vorfeld der Besprechung mit. Als Ergebnis teilte die Tagung mit, dass der Verein sein Kartenkontingent bei drei Begegnungen nicht ausschöpfen wird. In den Partien bei Erzgebirge Aue, Eintracht Braunschweig und Union Berlin wird die Mannschaft damit auf Unterstützung der eigenen Anhänger verzichten müssen. Für das nächste Auswärtsspiel in Ingolstadt war eine Durchsetzung dieser Maßnahme nicht mehr möglich, denn der Vorverkauf der Karten läuft bereits an.

Einspruch gegen Pokalausschluss bleibt bestehen

Dagegen will der Verein weiterhin gegen den Ausschluss im DFB-Pokal vorgehen. „Die Vorfälle von Kaiserslautern stehen mit den Vorkommnissen im Pokal nicht direkt im Zusammenhang“, teilte Christian Müller mit. Den Ausschluss hatte der Deutsche Fußball-Bund dem Verein Dynamo Dresden auferlegt, nach dem dessen Fans während der Begegnung der zweiten Pokalrunde bei Hannover 96 mehrere Eingänge stürmten und Pyrotechnik zündeten. Trotz der erneuten Randale der Anhänger der Sachsen hält der Verein an dem Einspruch gegen das Urteil des DFB fest.

Bild:Dynamo Dresden von Swat-DD, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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