US-Haushaltsdefizit: Neuverschuldung fällt unter Billionen-Grenze

6. Februar 2013 - 14:52 - keine Kommentare

Das Kongress-Büro für den Etat (Congressional Budget Office, CBO) der Vereinigten Staaten hat die Neuverschuldung im laufenden Jahr mit 845 Milliarden Dollar beziffert: Damit liegt die Summe erstmalig seit fünf Jahren unterhalb der Grenze von einer Billion.

Seit Präsident Barack Obamas Amtsantritt sah die Prognose zur Neuverschuldung der USA nicht mehr so gut aus: Betrugen die neu aufzunehmenden Schulden im vergangenen Jahr noch mehr als eine Billion US-Dollar, so wird vom Congressional Budget Office für dieses Jahr angenommen, nur 845 Milliarden zusätzlich hinzunehmen zu müssen. Für 2014 wird mit einem weiteren Rückgang auf 616 Milliarden Dollar gerechnet, 2015 auf 430 Milliarden.

US-Neuverschuldung: 2013 unter einer Billion Dollar

Da es sich hierbei jedoch um Voraussagen zur Neuverschuldung handelt, bedeutet ein Rückgang zwar eine prinzipiell positive Entwicklung, jedoch sind dies Beträge, die jedes Jahr zum bereits angehäuften Schuldenberg addiert werden: Die USA stehen derzeit mit 16,4 Billionen Dollar in der Kreide – einem Betrag, der dem gesamten Bruttoinlandsprodukt des Landes entspricht, 100 Prozent der wirtschaftlichen Leistung. Bis zum Jahr 2023 wird zwar ein Anstieg der Schuldensumme auf 20 Billionen erwartet, jedoch ein Absinken des prozentualen Verhältnisses.

Die gesamten Schulden sollen dann nicht mehr 100, sondern nur noch 77 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen. Zurückgeführt wird diese Prognose auf das zunehmende Alter der Bevölkerung, damit verbundene Kosten für die Gesundheitsversorgung und auch einen Zinsanstieg beim Haushaltsdefizit. Präsident Barack Obama hatte vor wenigen Wochen per Gesetz die Limitierung der Staatsschulden auf 16,4 Billionen Dollar aufgehoben, um einer Pleite vorzubeugen.

Präsident Obama hebt Staatsschulden-Limit auf

Die Sparmaßnahmen werden in nicht unerheblichen Maße von der Opposition der Republikaner vorangetrieben – Präsident Obama betonte jedoch im Zuge der Gesetzesverabschiedung, dass die Einsparungen nicht auf Kosten der sozial schwachen US-Bürger gehen dürften.

2008 war das letzte Mal eine US-Neuverschuldung unter einer Billion beobachtet worden, die für dieses Jahr avisierte Neuverschuldung beläuft sich währenddessen auf 5,3 Prozent des aktuellen BIP, im nächsten Jahr soll der prozentuale Anteil auf 2,4 fallen.

Bild: US Kongress von paularps, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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