Der Apple-Check in der ARD: Wirkung auf den Käufer und Arbeitsbedingungen im Mittelpunkt

4. Februar 2013 - 18:30 - keine Kommentare

Die WDR-Reihe „Markencheck“ legt in ihrem vierten und letzten Teil dieser Staffel den Apple-Check in der ARD vor: Untersucht werden die Wirkung von Apple-Produkten auf das Gehirn der Käufer, die Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken und die Bedienbarkeit der Geräte.

Die „Markencheck“ Reihe, vom WDR produziert und in der ARD ausgestrahlt, hat sich in dieser Staffel schon TUI gewidmet, Edeka, Rewe und dem ADAC – für die letzte Folge hat man sich den Apple-Check vorgenommen: Gerade auf dem Mobilfunkmarkt polarisiert das Unternehmen aus Cupertino seit Jahren, für manche stellen die Produkte in den Bereichen Design, Technik und Innovation die Höchstleistung der Elektronik dar, für andere ist die Beachtung, die der von Tim Cook geführte Betrieb bekommt, unangemessen und aufgeblasen. Im Markencheck soll unter anderen Themen auch diesem Phänomen nachgegangen werden.

Apple-Check: Die ARD überprüft das iPhone-Unternehmen

Als es bei Apple größtenteils um die Vermarktung des Mac als Computer ging, wurden bereits die ersten Grabenkämpfe ausgefochten: Einen Windows PC bekam man schon bei Aldi, für einen Mac musste man teuer Geld hinlegen und bekam Schwierigkeiten mit Programmen, Einzelteilen und Support, dafür aber auch intuitive Bedienung und eine erstaunliche Rechenleistung, die über die Notwendigkeiten von Normalusern jener Tage hinausgingen. Die Apple PCs etablierten sich besonders im Graphik- und Multimedia-Bereich.

Mit dem Vorstoß auf den Musik- und Mobilfunkmarkt mit dem iPod und dem iPhone gelang Apple dann die Verbreiterung der Zielgruppe und – was im Apple-Check in der ARD noch wichtiger ist – den Aufbau des Images als Lifestyle Produkt. An dieser Stelle setzt einer der ersten Tests an, die die Markencheck-Redaktion für ihre Dokumentation ausführen ließ: Der Neurowissenschaftler Jürgen Gallina misst die Hirnströme von 25 Probanden, die auf Apple Geräte und Konkurrenzprodukte unterschiedlich reagieren. Bei Samsung etwa schaltet sich der Teil des Gehirns ein, der für das Nachdenken und das Entscheiden wichtig ist, bei Apple hingegen wird ein emotionaler Teil angesprochen, der sonst für Einschätzungen und das Erkennen von Gesichtern benötigt wird.

Markencheck-Serie: WDR Dokumentation zu Großunternehmen

In einem weiteren Abschnitt der ARD-Dokumentation werden die Arbeitsverhältnisse der chinesischen Arbeiter untersucht, die vor einiger Zeit für schlechte Presse sorgten – und noch immer nicht geändert wurden. Als nächstes überprüft der Apple-Check, wie gut sich mit den Geräten umgehen lässt und wie der Support im Apple-Store funktioniert.

Etwas schwierig gestaltet sich in der 45-minütigen Markencheck-Dokumentation das Fehlen von Kontexten, das Herausheben von Einzelfällen und die Vergabe von Punkten, die nicht ganz nachvollziehbar ist und kaum ein ernstzunehmendes Ergebnis zulässt. Doch zumindest kann der Apple-Check in der ARD am 04. Februar 2013 um 20.15 Uhr einige gute Einblicke in die Faszination der Firma liefen, die durch den verstorbenen Steve Jobs an die Spitze des Marktes gehoben wurde.

Bild: Apple von The D34n, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
VN:F [1.9.18_1163]
0.0 / 5.0 - 0 Bewertungen
 
 

Hinterlasse eine Meinung zu: Der Apple-Check in der ARD: Wirkung auf den Käufer und Arbeitsbedingungen im Mittelpunkt

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!