Hackerangriffe die New York Times und das Wall Street Journal

1. Februar 2013 - 10:59 - keine Kommentare

Die New York Times und das Wall Street Journal sind über einen längeren Zeitraum Angriffen von Hackern ausgeliefert gewesen. Die Cyberattacken hätten es bei beiden Zeitungen auf die Berichterstattung über chinesische Politiker und andere Recherchen über China abgesehen.

Mutmaßlich aus China stammende Hacker haben die Netzwerke der beiden großen US-amerikanischen Zeitungen „New York Times“ und „Wall Street Journal“ geknackt. Die erstgenannte sprach von Angriffen, die sich über Monate zogen, das zweitgenannte Wirtschaftsmagazin bestätigte, in der Berichterstattung über China ausspioniert worden zu sein. Für das FBI sind diese Hackerangriffe nichts Neues: Die Bundesbehörde geht der Cyberspionage schon seit einem Jahr nach und könnte sie als Bedrohung der nationalen Sicherheit einzustufen.

Hacker greifen New York Times und Wall Street Journal an

Dass es sich bei den Angriffen um Spionage ohne finanziellen Hintergrund handelt, scheint auf der Hand zu liegen: Das „Wall Street Journal“ meldete, dass keine Kundendaten angefasst wurden, während die „New York Times“ den Diebstahl sämtlicher Passwörter der Mitarbeiter beklagt. Besonderes Ziel der Hackangriffe seien Informationen zu einem Beitrag über den Ministerpräsidenten Chinas, Wen Jiabao, gewesen, dessen Familie als vermögend gilt. Auch hier seien die Daten der Kunden nicht entwendet worden.

Auch beim „Wall Street Journal“ handelte es sich laut Angaben der Zeitung nicht um den ersten Fall eines Hackerangriffs aus China: In den vergangenen Jahren sei man immer wieder Opfer von Cyber-Attacken geworden – die Angreifer hätten sich Zugang zum Netzwerk über das Büro der Wirtschaftszeitung in Peking verschafft. Die Sicherheitslücken seien inzwischen bei beiden Zeitungen geschlossen worden.

Cyber-Attacken auf Zeitungen: China-Berichterstattung im Fadenkreuz

Auch von Bloomberg, Google und der IT-Firma RSA werden chinesische Cyberangriffe gemeldet, wobei die Hacker nicht in die Systeme haben eindringen können. Bei der Nachrichtenagentur Bloomberg war ebenfalls zum Vermögen eines hohen Politikers in China, dem aktuellen Parteichef Xi Jinping, recherchiert worden. Laut Verlagssprecherin Paula Keve handele es sich nicht um vereinzelte Angriffe auf das Netzwerk der Zeitungen, sondern um fortwährende Handlungen, in denen es immer wieder um die China-Berichterstattung ginge.

Bild: Wall Street Journal von dpstylesâ„¢, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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