Sicherheit im Internet: BKA warnt vor Erpressungsversuchen

30. Januar 2013 - 11:50 - keine Kommentare

Computer, die mit dem Internet verbunden sind, lassen häufig für Hacker und deren Viren die Tore weit geöffnet – mit einer Anti-Viren-Software kann man dies verhindern, doch die Sicherheit im Internet ist auch stark von der Mitarbeit der User abhängig.

Wer ins Internet geht, setzt sich Gefahren aus, nicht unbedingt inhaltlicher Natur, sondern vor allem durch Viren und Hackerangriffe: Heute wird deutlich mehr schädliche Software entdeckt, als noch vor wenigen Jahren im Umlauf ist und die User müssen sich und ihren Computer entsprechend schützen. Da die Gefahren von Malware mittlerweile gut bekannt sind, werden allerdings auch die Angriffe immer cleverer und nutzen nunmehr nicht nur die Schwachstellen des PCs, sondern auch die Fehler, die der Mensch vor dem Monitor begeht.

Internet-Sicherheit: Virenschutz am PC

Eine aktuelle Antiviren-Software ist selten kostspielig, aber in jedem Fall sinnvoll: Sobald man sich im weltweiten Netz befindet, macht ein nicht entsprechend eingestellter Computer sämtliche Türen auf, um den Datenfluss in beide Richtungen zu gewährleisten und mit der passenden Software kann man zumindest die eingehenden Daten auf ihren Risikofaktor überprüfen lassen. Ein Router, der nur bestimmte Ports öffnet, ist dabei ebenfalls eine gute Idee – in manchen Modems ist er bereits installiert. Auch die auf Windows-Rechnern von Microsoft mitgelieferte Firewall und Software gegen Angriffe ist prinzipiell besser als gar kein Schutz.

Doch mit der Zunahme der Sicherung und des Bewusstseins der User für diese Notwendigkeit, steigern Hacker auch ihre Vorgehensweisen: Mit neuen Verschlüsselungen und Tricks versuchen sie die Datenbanken der Antiviren-Programme zu umgehen – ausschließlich eine stets aktuelle Version der Software kann hier Abhilfe schaffen. Doch auch der verantwortungsvolle Umgang mit Internet-Inhalten am heimischen Rechner wie auch mobil, ist wichtig, damit man nicht in die Falle tappt.

Und je sicherer sich die User durch die Anwendung von Antiviren-Programmen, Routern und Firewalls fühlen, um so leichtsinniger werden sie: E-Mails mit offenkundig dubiosen Inhalt (Lottogewinne, Arznei-Mittel, Dating-Börsen, Webseiten-Vorschläge etc.) werden wider besseren Wissens geöffnet, Links angeklickt, Webseiten besucht und Daten gedownloadet, deren Absender unbekannt ist – die Angreifer vertrauen darauf, dass die Computernutzer entweder im Umgang mit den Geräten und dem Internet unerfahren sind oder sich hinter ihren Schutz-Barrikaden in Sicherheit wiegen.

Virenangriff: BKA warnt vor Erpressungsversuch

Der jüngster Fall dieser Herangehensweise ist besonders perfide: Hinter einem Warnhinweis des angeblichen „Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik“ soll sich eine schadhafte Software befinden, die den Computer sperrt, da er zur „Verbreitung kinderpornografischen Materials, bei terroristischen Aktionen, Urheberrechtsverletzungen oder anderen Straftaten“ verbreitet würden, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundeskriminalamts. Dahinter soll ein Erpressungsversuch stecken, bei dem der PC wieder entsperrt werde, sollten 100 Euro überwiesen werden. Das BKA gibt an, diesen Warnhinweis nicht zu versenden und rät dazu, nicht zu überweisen.

Bild:Sicherheit im Internet von devdsp, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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