Commerzbank: Stellenabbau von 6.000 Arbeitsplätzen

18. Januar 2013 - 11:03 - keine Kommentare

Gemäß verschiedenen Medienberichten plant die Commerzbank 6.000 ihrer Arbeitsplätze abzubauen. Die Stelleneinsparungen entsprächen 15 Prozent der deutschen Arbeitnehmer im Kreditinstitut, weltweit hält die Bank noch 56.000 Mitarbeiter. Der Vorschlag soll im Februar dem Betriebsrat unterbreitet werden.

Die Commerzbank bereitet sich darauf vor, wenigstens 10 bis 15 Prozent ihrer Belegschaft einzusparen, wie verschiedene Tageszeitungen und Magazine, wie die „F.A.Z.“ oder der „Focus“ vermelden. Ziel soll es sein, im derzeit stattfindenden Umbau des Privatkundenbereichs unter Vorstand Martin Zielke die Kosten bis zum Jahr 2016 um etwa eine Milliarde Euro zu senken. Das Geldinstitut selbst hat sich nicht zu den Gerüchten geäußert, wobei es jedoch bereits im Herbst 2012 ähnlich lautende Berichte über einen möglichen Stellenabbau bei der Commerzbank gab.

Stellenabbau bei der Commerzbank

43.400 Mitarbeiter zählt die Commerzbank noch allein im deutschen Geschäft, auf dem internationalen Markt sind insgesamt 56.000 Arbeitnehmer für das Kreditinstitut tätig. Eine Stelleneinsparung von 6.000 Angestellten käme etwa 14 Prozent der Personenzahl in Deutschland nah, weltweit wären es runde 10 Prozent. In den Medienberichten kursieren auch errechnete 18 Prozent, die dem Stellenabbau zum Opfer fallen würden.

Im Februar trifft sich der Vorstand der Commerzbank mit dem Betriebsrat, um verschiedene Verhandlungen aufzunehmen – es wird gemutmaßt, dass hierbei auch die Stelleneinsparungen thematisiert werden sollen. Einem Interview mit Martin Zielke in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zufolge, soll es auch um mehr Arbeitszeit-Flexibilität in den Filialen des Geldhauses gehen.

Um dem dauerangeschlagenen Finanzunternehmen, das sich dennoch an Platz 2 der größten in Deutschland befindet, wurden schon viele Filialen dicht gemacht, die Finanzierung von Schiffs- und Gewerbeimmobilien wurde fallengelassen und auch die Betätigung im Ausland wurde auf ein Mindestmaß reduziert.

6.000 Mitarbeiter könnten entlassen werden

Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, sieht derweil keinen Druck, den Rest der 18 Milliarden Euro staatlicher Einlagen zurückzuzahlen, die seine Bank im Zuge der Finanzkrise für eine 25-prozentige Beteiligung des Bundes an den Aktien des Kredithauses bekommen hatte. Die „stille Einlage“ solle verzinst werden, während schon 2011 ein nicht unerheblicher Teil zurückgezahlt wurde.

Wie die Zeitungen berichten soll es noch einige Diskussionspunkte zwischen Vorstand und Betriebsrat geben, die auch dazu führen könnten, weniger als die vermuteten 6.000 Stellen bei der Commerzbank abzubauen.

Bild: Commerzbank von ElPlanB, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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