Global Economic Prospects: Weltbank analysiert Wirtschaftsaussichten

16. Januar 2013 - 11:11 - keine Kommentare

Zweimal im Jahr werden die „Global Economic Prospects“ von der Weltbank herausgegeben: Die Experten analysieren Trends des Wirtschaftswachstums und prognostizieren sie für die nächsten drei Jahre. Der Euro-Zone werden keine guten Aussichten bescheinigt, der Weltwirtschaft soll es aber bald besser gehen.

Mit den „Global Economic Prospects“ hat die Weltbank die erste der beiden Wirtschaftsprognosen im Jahr 2013 vorgelegt: Basierend auf den ermittelten Werten des letzten Jahres und den aktuellen Wirtschaftsentwicklungen fertigen die Ökonomen eine Bestandsaufnahme und einen Ausblick auf die kommenden Jahre aus. Demnach ist die weltweite Krise noch nicht überstanden: Gemäß dem Präsidenten der Weltbank, Jim Yong Kim, seien die Aussichten auf eine zeitnahe Stabilisierung, die auch gegen neue Krisen gefeit sei, als schlecht anzusehen.

Weltbank: Global Economic Prospects zum Wirtschaftswachstum

Für die Euro-Länder wird ein weiterer Abrutsch um 0,1 Prozent auf dann 0,5 Prozent im Jahr 2013 vorausgesagt: Nach einer erneut schwachen Entwicklung im letzten Quartal des vergangenen Jahres, vermutlich durch gesunkene Investitionsgüter-Nachfragen aus den Großabnehmerländern Japan und den USA, wird auch für das laufende Jahr das Verbleiben in der Rezession des gesamteuropäischen Raums von den Ökonomen gesehen, erst 2014 rechnen sie mit einer leichten Verbesserung, wenn das Wirtschaftswachstum 0,9 Prozent betragen könnte.

Erwartungsgemäß sind die Entwicklungsländer am stärksten von der anhaltenden ökonomischen Krise betroffen: Mit einer der schwächsten Wirtschaftsentwickungen der letzten zehn Jahre sollten sie sich gemäß dem Rat der Weltbank auf weitere Schläge einstellen, ohne dass sich nennenswertes Wachstum einstellen könnte. Reformen seien daher gerade hier vonnöten, um die Volkswirtschaften anzukurbeln – besonderen Augenmerk richten die „Global Economic Prospects“ dabei auf den Bereich der Bildung in den Entwicklungsländern.

Aussichten zur Weltwirtschaft: Ökonomen sehen bis 2014 schwarz

Die internationale Wirtschaft gelangt nur langsam und mühsam aus dem seit vier Jahren anhaltenden Tief. Die Ökonomen der Weltbank müssen daher in ihren „Global Economic Prospects“ die Wachstumsrate von 2,5 auf 2,4 Prozent korrigieren – für das Jahr 2012 errechneten sie ein Wachstum von 2,3 Prozent. Selbst die reicheren Staaten können in diesem Jahr nur mit einer 1,3-prozentigen Steigerung rechnen.

Dafür zeigen sich die Experten aber zuversichtlich im Drei-Jahres-Ausblick: Die globale Wirtschaft könnte demnach auf 3,1 Prozent im Jahr 2014 und 2015 sogar auf 3,5 Prozent wachsen.

Bild: Jim Yong Kim von U.S. Embassy New Delhi, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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