Handball-WM 2013: Deutschland schlägt Argentinien knapp

15. Januar 2013 - 20:26 - keine Kommentare

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft rehabilitiert sich im dritten Vorrundenspiel der Weltmeisterschaft 2013 in Spanien. Nach der knappen Pleite gegen Tunesien siegte das Team von Bundestrainer Martin Heuberger mit 31:27 (17:13) gegen Argentinien. Erst zwei Minuten vor Schluss sorgte Kevin Schmidt von der HSG Wetzlar für die Entscheidung.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft befindet sich bei der Weltmeisterschaft in Spanien wieder auf Kurs Achtelfinale. Gegen Argentinien erkämpfte sich das DHB-Team einen verdienten Sieg, der jedoch bis zum Schluss umkämpft blieb. Besonders die beiden Simonet-Brüder, die im Rückraum der argentinischen Nationalmannschaft spielen, sorgten mit ihren zahlreichen Treffern für Kopfzerbrechen bei Bundestrainer Martin Heuberger.

Ausgeglichener Beginn

Die deutsche Mannschaft begann erneut mit Silvio Heinevetter im Tor, der zuletzt gegen Tunesien eine durchwachsende Leistung zeigte. Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. In der neunten Minute warf Diego Simonet, Rückraumspieler der ”Gauchos”, bereits seinen vierten Treffer und glich zum 5:5 aus. Doch nun setzte sich die deutsche Mannschaft erstmals in der Begegnung ab, denn Dominik Klein gelang nur 120 Sekunden später das Tor zur 7:5-Führung. In der Abwehr zeigte die deutsche Mannschaft Schwächen auf und Silvio Heinevetter agierte erneut unglücklich. Trotzdem gelang es der deutschen Mannschaft dank ihrer beiden Außenspieler bis zur Halbzeit den Vorsprung auf 17:13 auszubauen. Dominik Klein und Patrick Groetzki steuerten jeweils vier Treffer bei, bei den Gästen gelangen Diego Simonet bis zur Pause gleich sechs Tore.

Schmidt sorgt für Entscheidung

Den zweiten Durchgang prägte vorerst ein kurioses Bild. Gleich mehrere Unterbrechungen aufgrund technischer Probleme sowie Unstimmigkeiten am Kampfgericht über den Spielstand und die abgelaufene Spielzeit sorgten für Verwirrung. Trotzdem gelang es dem DHB-Team den Vorsprung weiter auszubauen. In der 37. Minute erzielte der starke Kreisläufer Patrick Wienczek, der mit insgesamt sechs Toren bester Werfer der deutschen Mannschaft war, den Treffer zum 21:16. Doch auf der Gegenseite sorgte ein Name, der bereits in der ersten Halbzeit auf sich aufmerksam machte, für spektakulären Handball. Sebastián Simonet erzielte sechs Tore im zweiten Durchgang und sorgte mehrmals für die Anschlusstreffer seiner Mannschaft. Insgesamt war der Rückraumspieler sieben Mal erfolgreich, sein Bruder Diego Simonet ließ sich sogar neun Mal als Torschütze in den Spielbericht eintragen. Doch die Aufholjagd der Südamerikaner wurde durch die zahlreichen Paraden von Torwart Carsten Lichtlein, der für Silvio Heinevetter eingewechselt wurde, gestoppt. Beim Stand von 28:26 verhinderte der Schlussmann vom TBV Lemgo mit zwei starken Reflexen den Anschlusstreffer und nur wenige Sekunden später sorgte Kevin Schmidt für die Entscheidung. Den Endstand zum 31:27 markierte der junge Außenspieler von der HSG Wetzlar ebenfalls. In der Vorrundengruppe A rückt das DHB-Team dank des besseren Torverhältnisses gegenüber Tunesien auf den zweiten Platz vor. Bereits morgen kann die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger den Einzug in das Achtelfinale mit einem Sieg gegen Montenegro perfekt machen. Anpfiff der Partie, die das ZDF live überträgt, ist um 18:30 Uhr.

Bild: Handball-WM 2013 von Giåm, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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