Golden Globes 2013: Les Misérables, Argo und Christoph Waltz als große Gewinner

14. Januar 2013 - 11:28 - keine Kommentare

Bei der 70sten Verleihung der Golden Globes konnten sich Ben Afflecks „Argo“, die Musicalverfilmung „Les Misérables“ und die TV-Serie „Homeland“ als große Gewinner erweisen. Auch die beiden Österreicher Christoph Waltz und Michael Haneke wurden ausgezeichnet, während einige Oscar-Anwärter kaum Beachtung fanden.

Die Golden Globes gelten seit 1944 nicht nur als zweitgrößter Film- und Fernsehpreis, sie werden auch gerne als Indikator für die kommenden Oscar-Verleihungen angesehen: Viele der hier ausgezeichneten Filme werden erfahrungsgemäß auch bei den Academy Awards bedacht. Umso erstaunlicher, dass die großen Favoriten für die Goldritter-Statuetten dieses Mal nur in begrenztem Maße die goldenen Weltkugeln im Hilton in Beverly Hills erringen konnten. Die Jury aus 93 Filmjournalisten der „Hollywood Foreign Press Association“ (HFPA) zeigten sich in einigen Entscheidungen auch dezidiert patriotisch.

Golden Globe Verleihungen 2013: Ben Affleck, Christoph Waltz und Michael Haneke

Als ein Gewinner der Golden Globes 2013 kann Ben Affleck gelten: Der Schauspieler, dessen Leistungen immer wieder gerühmt wurden („Good Will Hunting“, „Chasing Amy“), größtenteils aber eher kritisch gesehen wurden („Armageddon“, „Pearl Harbour“), hat sich als Regisseur mittlerweile einen Namen gemacht und so bekam sein Film „Argo“ die begehrte Trophäe nicht nur für die beste Regie, sondern auch als bestes Drama – die Geschichte über die clevere, spannend-witzige und wahre Befreiung von US-Geiseln wurde fünfmal nominiert.

Ebenfalls zwei Preise konnte Quentin Tarantinos „Django Unchained“ für sich verbuchen: Tarantino selbst wurde für sein Drehbuch ausgezeichnet und sein in Wien geborener Schauspieler Christoph Waltz bekam die Weltkugel-Statue als bester Nebendarsteller. Der ebenfalls aus Österreich stammende Regisseur Michael Haneke wurde für „Liebe“ als bester fremdsprachiger Film geehrt.

Drei Golden Globes für Les Misérables, Homeland und Game Change

„Les Misérables“ steht mit drei Golden Globes am besten da: Als bestes Musical und mit Hugh Jackman als bester Hauptdarsteller und Anne Hathaway als beste Nebendarstellerin konnte die Verfilmung des Erfolgsmusicals sich im Filmbereich durchsetzen. Ähnlich lief es für „Homeland“: Die TV-Serie mit Claire Danes, die dem Geheimnis eines US-Soldaten und möglichen Schläfers auf die Schliche kommt, wurde als bestes TV-Drama und mit Danes und Nicholas Brody als beste Schauspieler ausgezeichnet. Auch „Game Change“, einem TV-Film über die Politikerin Sarah Palin, bekam drei Statuen für Julianne Moore, Ed Harris und als beste Miniserie.

Als schwierig hingegen erwiesen sich die Oscar-Favoriten „Lincoln“ von Steven Spielberg und „Silver Linings“: Beiden Filmen werden große Chancen bei den Academy Awards eingeräumt und sie waren mit je sieben und vier Nominierungen auch bei den Golden Globes vorneweg – bekamen jedoch nur je eine Auszeichnung für Daniel Day-Lewis und Jennifer Lawrence. Ang Lees „Life of Pi“ wurde lediglich für den Soundtrack bedacht.

Bild: Golden Globes von Holidayextras, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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