Oscar-Verleihung 2013: Nominierungen für Spielberg, Lee, Haneke und Tarantino

11. Januar 2013 - 13:22 - keine Kommentare

Die Oscar-Nominierungen wurden rund einen Monat vor der großen Verleihung in Los Angeles bekannt gegeben: Etliche vorherige Academy-Awards-Gewinner tummeln sich mit vorhersehbaren Filmvorschlägen, darunter auch Steven Spielberg, Ang Lee und Quentin Tarantino. Ebenfalls einige Male nominiert ist der Österreicher Michael Haneke.

Die Academy Awards of Merit, kurz „Oscars“, werden in diesem Jahr zum 85sten Mal verliehen – gute Chancen auf mindestens eine Trophäe hat dabei auch der französisch-deutsch-österreichische Film „Liebe“ von Michael Haneke. Der Film wurde in gleich fünf Kategorien nominiert und muss sich mit dem gewaltigen Historienepos „Lincoln“ von Steven Spielberg (12 Nominierungen) und dem poetisch-fantastischen „Life of Pi“ von Ang Lee (11 Nominierungen) messen. Die Academy Awards werden seit 1929 verliehen und gelten als Ritterschlag für Filmschaffende – nicht zuletzt durch die Gestaltung der begehrten Statue. Während die Liste der Nominierungen für die Oscars 2013 zwar große und illustre Namen offenbaren, sind jedoch Überraschungen eher spärlich gesät.

Oscars 2013: Kaum Überraschungen bei den Nominierungen

Als beste Filme sind bei den diesjährigen Oscars ein paar alte Bekannte vorgeschlagen, sowohl auf der Regie-Seite als auch im Genre: Spielbergs „Lincoln“ ist der klare Favorit, wenn der mehrfache Oscar-Gewinner die für das amerikanische Publikum relevanten letzten Tage des Bürgerkriegs-Präsidenten erzählt und sich dabei mit den ebenfalls häufig mit den Academy Awards ausgezeichneten Daniel Day-Lewis und Sally Field zusammentut, die auch 2013 in weiteren Kategorien nominiert sind.

Ang Lee, ebenfalls schon des Öfteren mit dem Oscar ausgezeichnet, findet mit „Life of Pi“ erneut seine philosophisch-poetische Seite, die sich immer gut für die Award-Zeremonie macht, während sich naturgemäß auch Quentin Tarantino mit seinem „Django Unchained“ im Gespann mit Christoph Waltz findet. Ben Affleck (Oscar für das Drehbuch von „Good Will Hunting“) überzeugte in den letzten Jahren mehr und mehr als Regisseur, wovon sein „Argo“ profitiert.

Spielberg, Ang Lee und Michael Haneke hoffen auf Academy Awards

Der österreichische Regisseur Michael Haneke kann zwar noch keinen Oscar verbuchen, ist jedoch in Filmpreisen nicht unerfahren: Ausgezeichnet in Cannes, mit dem deutschen und europäischen Filmpreis und einer Vielzahl von weiteren Awards ist sein „Liebe“ (im französischen Original „Amour“) in diesem Jahr für den besten Film, das beste Originaldrehbuch, die beste Regie, die beste Hauptdarstellerin – Emmanuelle Riva – und den besten fremdsprachigen Film vorgeschlagen. In seinem Kammerspiel erzählt er mit Jean-Louis Trintignant die zunehmend schwieriger werdende Beziehung eines alternden Paars. Die 85. Oscar-Verleihung wird am 24. Februar 2013 stattfinden.

Bild:Oscar-Verleihung von Dave_B_, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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