Günther Oettinger: Hartz IV den Energiepreisen anpassen

29. Dezember 2012 - 09:08 - keine Kommentare

EU-Energiekommissar Günther Oettinger geht mit einem revolutionären Vorschlag an die Öffentlichkeit. Der Energieexperte fordert die Anpassung von Hartz IV an die Energiepreise, da die Kosten für Strom und Gas deutlich stärker werden als die Inflation hierzulande.

Mittlerweile wird sehr deutlich, dass die angestrebte Energierwende in Deutschland bis zum Jahr 2022 deutlich teurer wird, als man zunächst angenommen hat. Der Ausstieg aus der Atompolitik mit dem Ausbau von erneuerbaren Energien wird derzeit auf den Rücken der Verbraucher ausgetragen, die schon im Jahr 2013 mit deutlichen Erhöhungen der Strompreise rechnen müssen. Fast jeder Stromanbieter hat für das kommende Jahr steigende Tarife angekündigt. Gerade für sozial schwache Familien werden die Energiekosten zu einem hohen Kostenfaktor im eigenen Haushalt, der kaum noch tragbar ist.

Günther Oettinger: Hartz IV den Energiepreisen anpassen

In diesem Zusammenhang fordert nun Günther Oettinger die Anpassung von Hartz IV an die Energiekosten in Deutschland. Der EU-Energiekommissar fordert gegenüber der “Welt am Sonntag”, dass auch mit Sozialhilfe eine menschenwürdiges Leben mit ausreichend Strom möglich sein muss. Oettinger geht dabei davon aus, dass sich Preise für Strom und Gas in den kommenden Jahren mehr steigen werden als die Inflation hierzulande.

Zudem verwies Oettinger noch einmal auf die Erneuerbare-Energien-Gesetz, das noch einmal überdacht werden sollte. Die Förderung von nicht effizienten Energieproduzenten würden verursache derzeit unsinnige Kosten.

Bild: Günther Oettinger von EnergieAgentur.NRW, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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