Pflegezeit für Familien: Kristina Schröders Gesetz findet kaum Anwendung

28. Dezember 2012 - 12:43 - keine Kommentare

Laut einer aktuellen Studie des Bundesfamilienministeriums wurde die am 1. Januar 2012 eingeführte Pflegezeit für Familien in den ersten zwölf Monaten kaum in Anspruch genommen. Das von Kristina Schröder auf den Weg gebrachte Gesetz haben bislang weniger als 200 Deutsche genutzt.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hatte vor rund einem Jahr die Pflegezeit für Familien als Gesetz auf den Weg gebracht, um Beruf und die Pflege eines Angehörigen besser handhaben zu können. Angesichts von 1,6 Millionen Menschen in Deutschland, die durch eigenen Angehörige und spezielle Pflegedienste versorgt werden, ein durchaus lohnenswerte Unterstützung. Das Gesetzt sieht dabei vor, dass Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit auf bis 15 Stunden bei einer maximalen Laufzeit von zwei Jahren reduzieren können, um sich der Pflege von Angehörigen widmen zu können. Für diese Zeit erhalten sie eine Art “Lohnvorschuss”, der am Anschluss an die Pflege in Form eines gekürzten Gehaltes zurückgezahlt werden muss.

Pflegezeit für Familien: Kristina Schröders Gesetz findet kaum Anwendung

Laut einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung”, der eine aktuelle Statistik des Bundesfamilienministeriums vorliegt, wurden in den ersten zwölf Monaten 135 Anträge für die Familienpflegezeit gestellt. Eine eher ernüchternde Bilanz, die man aber im Umfeld von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder nicht weiter beunruhigend findet. Dort bedient man sich des Beispiels der Alterteilzeit, die erst nach zehn Jahren als Modell wirklich in Anspruch genommen wurde.

Bild:Kristina Schröder von Michael Panse, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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