DIW-Chef Wagner fordert höhere Lohnabschlüsse

24. Dezember 2012 - 11:42 - keine Kommentare

Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Gert Wagner, müsste Deutschland mehr Mut bei den Lohnabschlüssen in kommenden Jahr beweisen. Vier Prozent und mehr würden am Ende die Binnenwirtschaft deutlich ankurbeln sowie die Abhängigkeit vom Export mindern.

Derzeit sorgen die Forderungen der Gewerkschaft Ver.di für den öffentlichen Dienst der Länder für Sorgenfalten in der Politik und Wirtschaft. Rund 6,5 Prozent mit Lohn stehen als Forderung im Raum, die auf den ersten Blick überproportional anmuten. Der Ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske hat jedoch die passende Begründung parat, schließlich seien deutliche Einnahmesteigerungen zu verzeichnen. Um dem Anspruch Nachdruck zu verleihen, werden auch Arbeitsniederlegungen ins Spiel gebracht.

DIW-Chef Wagner fordert höhere Lohnabschlüsse

Überraschende Unterstützung erfährt die Forderung der Gewerkschaft durch den Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Gert Wagner. Dieser stellt in diesem Zusammenhang die Forderung nach höheren Lohnabschlüssen in Deutschland, um die Binnenwirtschaft weiter anzukurbeln, um damit die Abhängigkeit vom Export weiter zu verringern. Außerdem würde eine höhere Kaufkraft hierzulande das europäische Wirtschaftnetz weiter stützen, da die Nachfrage nach Importe aus Ausland weiter steigen würde. Zwar seien höhere Lohnabschlüsse auch mit gewissen Risiken verbunden, aber mehr Mut könnte sich letztendlich auszahlen.

Bild: DIW von DIW Berlin, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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