Wirtschaftskrise: Vereinte Nationen prognostizieren negative Aussichten

19. Dezember 2012 - 11:55 - keine Kommentare

Die UNO glaubt, dass die Wirtschaftskrise in der kommenden Zeit nicht abnimmt und sich sogar verschlechtern könnte: Mit schwierigen Zeiten für Europa, die USA und China, sowie ohne Aussicht auf Besserung des Arbeitsmarkts, könnte sogar eine Rezession drohen von weltweiten Ausmaßen.

Das erste Kapitel „Global economic outlook“ der Studie „World Economic Situation and Prospects 2013 “ sieht die Möglichkeit einer sich verschärfenden Wirtschaftskrise: Die noch immer nicht gebannte Gefahr der Euro-Krise, die Fiskalprobleme der USA und Risiken der chinesischen Wirtschaft könnten eine globale Rezession mit sich ziehen, die die weniger entwickelten Länder besonders stark treffen könnte, aber auch die bisherigen Wirtschaftsmächte erheblich schwächen wird. Die Wirtschaftsstudie der Vereinten Nationen, die im Januar 2013 vollständig veröffentlicht werden soll, plädiert daher auf eine Abstimmung der Finanzpolitik der Länder, um besonders auf dem Arbeitsmarkt und für die Umwelt für Stabilität zu sorgen.

UNO-Wirtschaftsstudie: Internationale Rezession möglich

Der Niederländer Rob Voss, Direktor der Division für Entwicklungspolitik und Analyse in der Abteilung für ökonomische und soziale Angelegenheiten in New York, hat die UN-Studie vorbereitet. Hierin heißt es, dass sich das Wirtschaftswachstum innerhalb der nächsten zwei Jahre weltweit nicht ausreichend erholen wird. Die Arbeitslosenzahlen der Jahre 2008 und 2009 könnten erst 2017/2018 ausgeglichen werden, die Kaufkraft und die Investitionsmöglichkeiten würden somit schwinden.

Eine vergleichsweise niedrige Arbeitslosenquote gemäß der international angewandten Arbeitslosenvergleichsrate (ILO) von unter 5 Prozent könnten nur eine Handvoll Länder vorweisen, darunter Österreich, die Niederlande, Luxemburg und Deutschland, wo nach eigenen Maßstäben 6,5 Prozent der Bevölkerung arbeitslos und 5,3 Prozent erwerbslos sind. Für den deutschen Markt sieht die Studie direkte Auswirkungen durch den schwachen Weltmarkt, sieht jedoch eine Chance im Binnenmarkt, der durch staatliche Maßnahmen gefördert werden könnte.

Wirtschaftskrise trifft Industriestaaten und Dritte-Welt-Länder

Während für die UNO die Wirtschaft Chinas 2013 um 8,4 Prozent steigen wird, sehen die Experten der Vereinten Nationen vor allem für die sogenannten „Dritte Welt“ Länder noch schwierigere Zeiten anbrechen: Exportmöglichkeiten wären bei einer globalen Rezession nicht gegeben, die Länder würden noch weiter zurückfallen.

Tatsächlich ist die weltweite Prognose seit Juni 2012 nach unten verbessert worden: Ein internationales Wirtschaftswachstum von lediglich 2,2 Prozent liegt um 2,5 Prozent unter den Erwartungen aus der Jahresmitte. Als Gründe für die schlechten Entwicklungen und pessimistischen Aussichten liegt der UN-Studie nach bei den vielen gleichzeitig weltweit auftretenden Krisenherden.

Bild:Vereinte Nationen von US Mission Geneva, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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